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Weltweite Cyberattacke: BSI-Präsident Arne Schönbohm sieht die Software-Unternehmen in der Pflicht

Der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, war nach eigener Aussage wenig überrascht von der weltweiten Cyberattacke. „Das ist eine normale tägliche Lage“, sagte Schönbohm im Interview mit dem TV-Sender phoenix (Ausstrahlung „Vor Ort“ ab 12.00 Uhr). Sein Amt erlebe täglich Angriffe und habe es mit organisierter Kriminalität zu tun, die mit Verschlüsselung von Daten und anschließender Erpressung ihr Geld verdiene. „Das Besondere war, dass sich die Schadsoftware automatisch weiterverbreitet, entsprechend der Lücken, die Microsoft dort gelassen hat“, so Schönbohm weiter und erklärte: „Das ist die besondere Herausforderung, die wir haben, diesen Sumpf trocken zu legen.“

Zu dem von IT-Sicherheitsfirmen geäußerten Verdacht, die Spur führe nach Nordkorea, sagte Schönbohm: „Ich glaube, es wäre zu früh, auf Spekulationen einzugehen.“ Für die Strafermittlung sei unter anderem das Bundeskriminalamt zuständig. Die Aufgabe seines Hauses sei, Schaden abzuwenden und Informationssysteme sicher zu machen. „Diejenigen, die für das Schließen der Sicherheitslücken zuständig sind, sind natürlich die Softwarehäuser. Und da muss ich sagen, finde ich es abenteuerlich, dass man eine fehlerhafte Software entwickelt, die Lücken hat und diese dann nicht schließt. Das geht nicht.“

Di, 16.05.17, 11.50 Uhr

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