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Publizistin Alice Schwarzer: Parteien haben bei Integration vieles versäumt und das Unbehagen der Bürger nicht ernst genommen

Nach Ansicht der Publizistin Alice Schwarzer hat fehlender Integrationsdruck des Staates und ein Wegschauen bei Fehlentwicklungen dafür gesorgt, dass einerseits Übergriffe wie in der Silvesternacht in Köln geschehen konnten, andererseits rechte Parolen immer mehr bei Bürgern verfangen. "Wenn die Parteien nicht 20, 30 Jahre lang weggesehen und die Probleme ignoriert oder verharmlost hätten, dann gäbe es heute nicht diesen Zulauf zu rechtspopulistischen Bewegungen", erklärte Schwarzer in der Sendung Unter den Linden im Fernsehsender phoenix.

Männer, die nach Deutschland einreisten, kämen nicht selten aus Kulturen, in denen Frauen völlig rechtlos seien. "Wir haben das viel zu lange laufen lassen. Die Parteien haben das steigende Unbehagen der Menschen nicht ernst genommen. Und jetzt kommt die Rechnung", so Schwarzer weiter. In der Vergangenheit sei bei der Integration von Migranten vieles versäumt worden. "Und die Probleme werden sich jetzt noch verschärfen", meinte die Publizistin angesichts des hohen Flüchtlingszuzugs.

Di, 12.01.16, 09.45 Uhr

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