Dokumentation Mein Ausland – Erstausstrahlung

Sonntag, 11. Februar 2018, 21.45 Uhr

Südkorea – Im Reich der Superlative

  Die Trommlerin Kim Sora spielt auf ihrem Instrument "Janggu".

Südkorea kurz vor den Olympischen Winterspielen. Ein Land, über das Viele wenig wissen, obwohl seine Geschichte von Teilung und Wirtschaftswunder der deutschen sehr ähnlich ist. Südkorea gehört zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Die Nachrichten aber werden von Kriegsdrohungen des nördlichen Bruderstaates bestimmt. Wie leben die Menschen damit? Und wie gehen sie mit dem starken Erfolgs- und Leistungsdruck in ihrer Gesellschaft um? Als die Olympischen Winterspiele ins südkoreanische Pyeongchang vergeben wurden, gab es viel ungläubiges Staunen und jede Menge Fragen. Pyeongchang, wo soll das denn sein? Ist das nicht die Hauptstadt von Nordkorea? Gibt es dort überhaupt Schnee, kann man da Skifahren?

Es gibt viel zu entdecken in Südkorea. ZDF-Asien-Korrespondent Thomas Reichart reist quer durchs Land und erzählt Geschichten aus dem südkoreanischen Alltag, der häufig so anders ist als der deutsche.

Die Reise beginnt in Seoul, der brummenden, hektischen Metropole. Über ein Fünftel der südkoreanischen Bevölkerung lebt in der Hauptstadt. Sie ist Sitz der Konzerne, die Südkorea groß gemacht haben. Dort wird der Autor von dem jungen deutsch-koreanischen Architekten Daniel Tändler in die vibrierende Clubszene Seouls mitgenommen. Und der lässt sich über die Schulter gucken, wie er Seouls architektonisches Gedächtnis, die traditionellen "hanok" Häuser, vor dem Turbowachstum dieser Stadt rettet.

„Bballi, bballi“ – immer schneller und schneller muss es im Arbeitsleben gehen. In Südkorea wird mehr und länger gearbeitet als fast überall sonst auf der Welt. Die südkoreanische Maxime lautet: "Höher, schneller, weiter“. Es herrscht ein gnadenloser Erfolgs- und Leistungsdruck. Urlaub wird weniger genommen als dem einzelnen zusteht. Das Büro verlassen die Südkoreaner nicht, bevor der Chef gegangen ist. Und die jungen Leute hält man für faul, weil sie nur noch fünf Tage die Woche arbeiten. Aber wenn dann spätabends die Bürolichter gelöscht werden, geht es in den Amüsiervierteln der Städte für Südkoreaner darum, die Arbeit möglichst schnell zu vergessen.


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