Dokumentation

Mittwoch, 20. Dezember 2017, 20.15 Uhr

Wildes Skandinavien: Island / Schweden

20.15/0.45 Uhr Wildes Skandinavien: Island

Polarfuchsjunge im isländischen Frühling. Die verspielten Fuchskinder werden in der Regel von beiden Eltern versorgt.; Bild: PHOENIX/NDR/Tobias Mennle' (S2)   Polarfuchsjunge im isländischen Frühling. Die verspielten Fuchskinder werden in der Regel von beiden Eltern versorgt.

Island - vor 17 Millionen Jahren formten gewaltige Eruptionen die Insel im Nordatlantik mit ihren zerklüfteten Bergen, zahlreichen Wasserfällen und rund 200 Vulkanen. Landsäugetiere gibt es nur wenige. Die ersten Polarfüchse kamen auf Eisschollen vor rund 10.000 Jahren, und erst vor gut 1000 Jahren gelangten die berühmten Islandpferde auf die Insel. Mittlerweile ist die ursprüngliche Pferderasse streng geschützt. Berühmt ist Island auch für seine Seevogelkolonien. Eines der größten Naturwunder Islands ist die Silfra-Spalte. Der Vulkanausbruch im März 2011 zeigt, dass Islands Natur noch lange nicht zur Ruhe gekommen ist.

Zwei Jahre lang folgte Filmemacher Tobias Mennle den Polarfüchsen mit der Kamera. Er filmte ihr stürmisches Liebesspiel, die Aufzucht der Jungen im Bau und war dabei, als die Jungfüchse zum ersten Mal auf Jagd gehen.

Erst vor gut 1000 Jahren gelangten die berühmten Islandpferde an Bord norwegischer Wikingerschiffe auf die Insel. Mittlerweile ist die ursprüngliche Pferderasse streng geschützt. Berühmt ist Island auch für seine Seevogelkolonien. In steil abfallenden Klippen brüten Dreizehenmöwen, Papageientaucher und Dickschnabellummen.

Eines der größten Naturwunder Islands ist die Silfra-Spalte. Ein bis zu 40 Meter tiefer Canyon, der die Insel in zwei Hälften teilt. Hier driften die amerikanische und die europäische Kontinentalplatte auseinander. Die Silfra-Spalte ist gefüllt mit dem wohl klarsten Wasser der Welt. Am Ende des gigantischen Grabenbruchs füllt es eine blau schimmernde Lagune von einmaliger Schönheit.

Film von Tobias Mennle, NDR/2011

21.00/1.30 Uhr Wildes Skandinavien: Schweden

Zwischen Norwegen und Finnland erstreckt sich Schweden mit seinen Moor- und Heidelandschaften, Hochgebirgen und 28 Nationalparks. Besonders urwüchsig ist Schwedens hoher Norden: Er wird „Europas letzte Wildnis“ genannt. In den Hochlagen des Sarek Nationalparks liegt oft sechs Monate im Jahr Schnee. Spezialisten wie der Bartkauz haben sich daran angepasst. Die große Eule hört eine Wühlmaus sogar unter der Schneedecke deutlich genug, um sie zu fangen. Der größte Hirsch der Erde, der Elch, hat gelernt, sich im Winter zu beschränken - es gibt statt nahrhafter Blätter nur magere Zweige und Rinde für ihn. Faszinierendes Tierverhalten und brillante Flugaufnahmen machen diese Dokumentation zu einem Fernseherlebnis.

Der Vielfraß ist im tiefsten Winter ebenfalls auf der Suche nach Nahrung. Meist bedient er sich an den Kadavern erfrorener Tiere, die er in verschiedene Verstecke schleppt. Auf Schritt und Tritt folgen ihm hungrige Raben, um die Futter-Verstecke auszuspionieren.

Die Ostsee ist zu weiten Teilen vereist, wenn auf den Schäreninseln die Kegelrobben ihre Jungen zur Welt bringen. Doch die Kleinen sind vom ersten Tag an in Gefahr, weil Männchen die wieder paarungsbereiten Robbenmütter erobern wollen - und dabei nicht selten ein Robbenbaby zerquetschen. Darauf warten die Seeadler, für die tote Robben zu dieser Jahreszeit eine wichtige Futterquelle sind.

Schwedens Seen sind ebenfalls noch vereist, wenn die Singschwäne ihre Brutreviere besetzen. Kommt ein Pärchen einem anderen ins Gehege, kann das zu ernsthaften Auseinandersetzungen führen: Mit Bissen und heftigen Flügelschlägen gehen die konkurrierenden Männchen aufeinander los, angefeuert von ihren Weibchen - bislang einmalige Aufnahmen dokumentieren den wilden Schwanenkampf. Auch bei den Birkhühnern geht es zur Balz im Frühjahr um alles - erst die Extremzeitlupe zeigt, was genau beim Kampf der Hähne passiert: Immer wieder attackieren die kämpfenden Birkhähne die roten Wülste, die Rosen, über den Augen des Gegners - bis sich einer von beiden geschlagen gibt.

Wenn Schnee und Eis endlich weichen, kommen im Mai die Kälber der Elche zur Welt. Jetzt beginnen üppige Zeiten in Schwedens Wäldern und Sümpfen. Nicht nur an den Bäumen finden die Elche reichlich zu fressen, sonder auch im Wasser: Seerosen sind eine Delikatesse, die gerade Elchbullen zu schätzen wissen, da die enthaltenen Mineralien das Wachstum ihres Geweihs fördern.

Film von Oliver Goetzel, Ivo Nörenberg, NDR/2011


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