Dokumentation

Samstag, 13. Mai 2017, 22.30 Uhr

Göttliche Lage

Thomasbirne, Relikt der Stahlindustrie.; Bild: PHOENIX/WDR/loekenfranke' (S2)   Thomasbirne, Relikt der Stahlindustrie.

Im September 2006 beginnen im Dortmunder Stadtteil Hörde die Bauarbeiten für ein ehrgeiziges Projekt: Auf dem ehemaligen Gelände eines Stahlwerks von Thyssen Krupp entsteht der Phoenix-See. Dieser neue See liegt in einem Stadtteil, der bisher von Industrie geprägt war. Das Ziel ist eine „Verbesserung der Dortmunder Lebensqualität“. Doch denkt die „Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft“ mit ihren Bau- und Werbemaßnahmen wirklich an alle Dortmunder? Und was sagen die Einwohner von Hörde zu all dem? Freuen sie sich über die steigenden Miet- und Baupreise, die „Erlebnisgastronomie“ an der Promenade, das neue Außenbild ihres Stadtteils? Der 2016 u. a. mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Film von Ulrike Franke und Michael Loeken ist eine Langzeitbeobachtung eines komplexen Projektes.

Porträtiert werden eine Stadt und deren Einwohner, mit all den Problemen und auch Möglichkeiten, die sich durch die Baumaßnahmen ergeben. Die Autoren zeigen u. a. die engagierte Projektplanerin, die Werbung für etwas macht, von dem sie noch gar nicht weiß, wohin es sich entwickeln könnte. Sie zeigen den Vorsitzenden des Heimatvereins, der scheinbar gegen Windmühlen kämpft, um ein Relikt der Stahlindustrie davor zu bewahren, im wörtlichen Sinne „unterzugehen“. Und sie zeigen den alten Kern von Hörde, die Anwohner, die Ladenbesitzer, den Straßenpolizisten, die auf das Projekt schauen, mit Angst und Argwohn über mögliche Konsequenzen für ihr Leben.

Film von Ulrike Franke und Michael Loeken, WDR/2015


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