Dokumentation

Montag, 10. April 2017, 22.15 Uhr

Wildes Indochina (1/5 bis 5/5)

22.15 Uhr Wildes Indochina 1/5: Kambodscha: Fluch und Segen des Monsun

Die Wasserwege des mächtigen Mekong Flusses erstrecken sich über 4000 Kilometer.; Bild: PHOENIX/ZDF/James Hemming' (S2)   Die Wasserwege des mächtigen Mekong Flusses erstrecken sich über 4000 Kilometer.

In Kambodscha lässt der Monsun großartige Tier- und Pflanzenwelten entstehen, die gleichzeitig durch die Wassermassen gefährdet sind. Zwischen extremer Trockenheit und Überschwemmungen müssen alle Lebewesen Wege finden, um zu überleben. Wenn Trockenheit herrscht, bestimmt die Suche nach Wasserstellen ihr Dasein. Das Gedränge um das wenige Wasser wird zum Überlebenskampf; vor allem die schwächeren Tiere setzen für einige Tropfen vom kostbaren Nass ihr Leben aufs Spiel.

Wenn in Kambodscha der Monsun ausbleibt, herrscht extreme Trockenheit. Dann bestimmt die Suche nach den letzten Wasserstellen das Leben der Tiere. Es entsteht ein zäher Überlebenskampf, und das Gedränge um das wenige verbliebene Wasser wird gefährlich.

Wenn der langersehnte Regen dann endlich fällt, überrollen Flutwellen das Land. Sie füllen die zahlreichen Wasserwege, die das Land wie Arterien versorgen. Dann schafft der Regen ein buntes Gemisch von Lebensräumen in einem Gebiet von 30.000 Quadratkilometern. Selten gewordene Raubtiere wie der Nebelparder schleichen darin durch den Dschungel. Es wachsen Pflanzen, die besondere Strategien entwickelt haben, um jeden Tropfen Wasser zu nutzen.

Film von James Hemming, ZDF/arte/2015

23.00 Uhr Wildes Indochina 2/5: Malaysia: Garten Eden aus der Balance

Die Natur Malaysias verzaubert mit imposanten Bergketten, atemberaubenden Wäldern und unermesslichem Artenreichtum. In jedem Winkel behauptet sich das Leben in wunderbaren, bizarren Formen. Der Blick hinter das Geheimnis dieser Vielfalt zeigt unter anderem, wie sich in dem feuchtheißen Klima extrem unterschiedliche Lebensräume entfalten, und bietet gleichzeitig großartige Bilder von den seltenen Tieren, die dort leben und ums Überleben ringen. Die Dokumentation thematisiert den täglichen Kampf ums Dasein genauso wie die Schönheit der tropischen Fauna.

Sie erzählt außerdem von Malaysias höchstem Berg, der jedes Jahr noch weiter wächst. Sie berichtet von Insekten, die es mit unglaublichen Tricks schaffen, ihre Beute in die Irre zu führen. Sie zeigt, was es für die Natur bedeutet, wenn pro Quadratmeter bis zu drei Meter Regen jedes Jahr fällt und an 365 Tagen im Jahr die Sonne zwölf Stunden lang scheint. Die Kamera hat seltene Momente eingefangen, wie den erbitterten Kampf zweier Nashornkäfer und Badeszenen von Zwergelefanten, die es nur noch auf Borneo gibt.

Film von Hannah Hoare, ZDF/arte/2015

23.45 Uhr Wildes Indochina 3/5: Thailand: Apotheke der Tiere

In Thailands Flora und Fauna treffen Extreme aufeinander. Dort sind Tiere und Pflanzen Bedingungen ausgesetzt, die das Überleben zum täglichen Kampf machen. Der Film porträtiert einen Hotspot der Artenvielfalt, in dem zahlreiche Heilpflanzen vorkommen, die sowohl die Menschen als auch die Tiere zu nutzen wissen. Unterschiedliche Lebenswelten stehen in krassem Kontrast zueinander. Die Dokumentation enthüllt unter anderem das Geheimnis von Thailands Tieren, die immer wieder Wege finden, den ständigen Gefahren zu trotzen.

Die Vegetation Thailands ist mit ihren vielen Heilpflanzen wie eine Apotheke für die Tiere. Gleichzeitig besticht das Land durch seine grandiosen Millionen Jahre alten Landschaften und seine uralte Kultur. Die Dokumentation zeigt Mangrovenwälder, in denen Krabbenkämpfe auf Leben und Tod stattfinden, und Korallenriffe, die 4.000 Arten beherbergen. Und sie stellt eine Insel vor, auf der Makaken nur überleben, weil sie gelernt haben, Steine als Werkzeug zu benutzen.

Film von James Hemming, ZDF/arte/2015

0.30 Uhr Wildes Indochina 4/5: Vietnam: Phoenix aus der Asche

Vietnams Natur hat einen schwierigen Weg hinter sich. Dort wo im Krieg Bombenteppiche Kraterlandschaften hinterließen und Entlaubungsmittel blätterlose Baumwüsten geschaffen haben, ist die Natur wie ein Phoenix aus der Asche neu entstanden. Die Dokumentation zeigt, wie es der Natur gelungen ist, sich von den immensen Schäden zu erholen, und wie die Tiere es geschafft haben, sich ihren Lebensraum neu zu erobern.

Fast wie durch ein Wunder haben verschwunden geglaubte Tiere in Höhlen die Wirren des Krieges überstanden. Unter den Pflanzen ist der Bambus der größte Überlebenskünstler. Vor nicht einmal 50 Jahren sah es in diesem geschundenen Land noch ganz anders aus. Über ein Jahrzehnt lang, als der Kampf zwischen den Menschen zu einem Krieg gegen die Natur wurde, verschwanden große Waldflächen Vietnams unter anderem durch den Einsatz des Entlaubungsmittels „Agent Orange“. Eine wichtige Rolle in dieser Zeit spielte Hang Toi, eine der größten Höhlen der Welt. Sie wäre groß genug, um ein Hochhaus dort hinein zu bauen. Damals rettete sie als Schutzraum Menschen und Tieren das Leben. Die Dokumentation zeigt, wie die Natur Vietnams es geschafft hat, die schrecklichen Folgen eines Krieges zu überwinden.

Film von Allison Bean, ZDF/arte/2015

1.15 Uhr Wildes Indochina 5/5: China: Paradies im Wandel

Im Südwesten Chinas befindet sich einer der schönsten und geheimnisvollsten Naturräume der Erde. Yunnan beherbergt so viele verschiedene Pflanzenarten wie die ganze nördliche Hemisphäre. Und obwohl es von Überbevölkerung und Zersiedlung bedroht ist, bewahrt China zwischen den höchsten Bergen der Erde in der Provinz Yunnan eines seiner geheimnisvollsten Paradiese. Die Reise führt von den Ausläufern des Himalayas bis zu den bewaldeten Tälern. Die Natur ist nur noch in wenigen Teilen Chinas so unberührt wie dort.

Überall sonst zahlen Tiere und Pflanzen einen hohen Preis für die wachsende Zersiedlung und den industriellen Aufschwung. In der Provinz Yunnan sind einige Gebiete von den Veränderungen verschont geblieben. Hoch oben in den Bergen hat das Kamerateam beobachtet, wie sich tibetische Makaken an ihre lebensfeindliche Umgebung angepasst haben. Undurchdringliche Wälder bieten Schutzräume für eine unberührte Natur. Weberameisen bauen mit einer ganz speziellen Technik ihre Nester. Es gibt 70 verschiedene Höhlenfische, so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt. Die Dokumentation macht deutlich, warum der Südwesten Chinas immer noch eines der größten Rätsel der Natur ist.

Film von Allison Bean, ZDF/arte/2015


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