Dokumentation

Dienstag, 28. März 2017, 20.15 Uhr

Expedition Deutschland (1/2 & 2/2)

20.15/0.45 Uhr Expedition Deutschland 1/2: Geologische Zeitreise: Vom Zeitalter der Fische bis zum Ende der Dinosaurier

In seinem Bohrturmarchiv hat Frank Holzförster 330 Millionen Jahre von Deutschlands Vergangenheit konserviert.; Bild: PHOENIX/ZDF/Conan Fitzpatrick' (S2)   In seinem Bohrturmarchiv hat Frank Holzförster 330 Millionen Jahre von Deutschlands Vergangenheit konserviert.

Die verträumte Einsamkeit des Wattenmeeres, die Vielfalt deutscher Mittelgebirge, die majestätischen Alpen: Viele deutsche Landschaften sind in ihrer Schönheit einzigartig auf der Welt. Aber wie ist Deutschland so geworden, wie wir es heute kennen und lieben? Auf einer Reise in die Vergangenheit kann man erleben, wie sich in 500 Millionen Jahren die Erde und Deutschland verändert haben.

Vor 500 Millionen Jahren hatte die Erde ein ganz anderes Gesicht. Die Landmassen der Kontinente befanden sich zum größten Teil auf der Südhalbkugel des Planeten, die einzelnen Teile Deutschlands waren weit verstreut. Der kambrische Ozean - ein Urmeer, in dem sich die ersten Räuber tummelten. Zwischen Taunus und Westerwald findet man Spuren aus dieser Zeit, als Süddeutschland auf dem Grund eines tropischen Ozeans mit riesigen Riffen lag, ganz ähnlich wie das Great Barrier Reef Australiens heute.

Im heutigen Ruhrgebiet erstreckten sich in der Karbonzeit Wald- und Sumpflandschaften. Vor 300 Millionen Jahren lebten hier riesige Insekten zwischen gigantischen Schachtelhalmen. Diesen Karbonwäldern verdanken wir die enormen Kohlevorkommen, die das Ruhrgebiet zum wirtschaftlichen Motor Deutschlands gemacht haben.

Wer Chemnitz am Fuße des Erzgebirges besucht, ahnt nichts vom dem spannenden Untergrund, auf dem diese Stadt ruht: ein komplett versteinerter Urwald. Entstanden ist er durch einen gigantischen Vulkanausbruch vor 290 Millionen Jahren.

Film von Ralf Blasius, ZDF/2013

21.00/1.30 Uhr Expedition Deutschland 2/2: Eine Zeitreise durch 500 Millionen Jahre

In der zweiten Folge ist Deutschland dort angekommen, wo es heute liegt. Auch jetzt verändern sich die Landschaften noch beträchtlich. Eiszeiten kommen und gehen. Als vor 11.000 Jahren die Eifel durch Vulkanausbrüche explodiert, ist der Mensch bereits in Mitteleuropa angekommen.

Vor 100 Millionen Jahren prägt ein markantes Ereignis Deutschland ganz besonders und verleiht ihm sein heutiges Aussehen: das Auftürmen der Alpen. Afrika drückt mit aller Gewalt gegen Europa und schiebt dabei das mächtige Gebirge auf. Wer heute durch die Alpen wandert, bewegt sich auf den Überbleibseln eines ehemaligen Meeresbodens. Vielerorts bestimmen die mächtigen und schroff emporragenden Kalkfelsen heute das Panorama des gewaltigen Gebirgsmassivs. Dort, wo Deutschlands bekanntester Fluss seinen Weg durch das Rheintal von den Alpen bis nach Norden findet, waren vor 35 Millionen Jahren Haie, Seekühe und Rochen zuhause. Sie bevölkerten einen warmen Meeresarm, der das Urmittelmeer mit der Nordsee verband.

Auch die Tierwelt an Land hat sich noch einmal grundlegend verändert. Längst sind die Dinosaurier ausgestorben und haben Säugetieren und Vögeln Platz gemacht. Immer noch brodelt es unter deutschem Boden, die Erde wird von Erdbeben erschüttert, Vulkane beherrschen überall das Land. Ein Krater ganz anderer Herkunft liegt heute im Herzen von Süddeutschland. Aus der Satellitenperspektive erkennt man ein riesiges, kreisrundes Loch, 25 Kilometer im Durchmesser, zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb: das Nördlinger Ries. Vor 15 Millionen Jahren schlug hier ein gewaltiger Meteorit ein.

Erst vor 40 000 Jahren eroberte der Mensch Schritt für Schritt die Welt.

Film von Ralf Blasius, ZDF/2013


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