Dokumentation

Freitag, 17. März 2017, 20.15 Uhr

Faszination Erde - mit Dirk Steffens (1/3 bis 3/3)

20.15/0.45 Uhr Faszination Erde - mit Dirk Steffens 1/3: Namibia - Zauber der Wüstenhölle

 In China findet Dirk Steffens zahlreiche Märchenlandschaften.; Bild: PHOENIX/ZDF/Oliver Roetz' (S2)   In China findet Dirk Steffens zahlreiche Märchenlandschaften.

Namibias Farmland ist Gepardenrevier. Das führt zum Interessenskonflikt mit den Farmern, denn Nutztiere sind eine leichte Beute. Dirk Steffens hat Forscher besucht, die einen Ausweg suchen.

Eine endlos scheinende Sandwüste, die Namib, erstreckt sich über 2000 Kilometer entlang der Küste Namibias. Hier hat der Wind hohe Dünen aufgetürmt. Es regnet fast nie, aber geologische Besonderheiten sorgen für Wasser und für Schätze, die man hier nicht vermuten würde. Das Leben hat erstaunliche Wege gefunden, Hitze und Trockenheit zu widerstehen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Wüstenhölle sogar zum Magneten für deutsche Auswanderer.

Seit Millionen von Jahren herrscht in der Namib nichts als Dürre. In keiner anderen Wüste weltweit ist es schon derart lange und ununterbrochen trocken. Das Leben hatte somit genügend Zeit, sich an den extremen Lebensraum anzupassen. Einer der Überlebenskünstler, den Dirk Steffens in der Namib findet, ist das Namaqua-Chamäleon. Der Einzelgänger - das einzige Chamäleon, das auch Pflanzen frisst - ist in der großen Leere der Wüste ständig auf Nahrungssuche. Anders als Baumchamäleons kann es sehr schnell laufen, denn Beute ist hier selten, und wenn sie auftaucht, muss die Gelegenheit genutzt werden.

Film von Iris Zink und Nora Bergenthal, ZDF/2014

21.00/1.30 Uhr Faszination Erde - mit Dirk Steffens 2/3: China - Auf der Spur des Drachen

China ist das einwohnerreichste Land der Erde und die älteste durchgehend bestehende Zivilisation unseres Planeten. Im Westen türmen sich die höchsten Berge der Welt auf. Reißende Flüsse schaffen bizarre Felsformationen und riesige Höhlen. Über diese fabelhaften Landschaften herrscht ein ganz besonderes Wesen: der Drache. Kein anderes Land der Welt verehrt die Drachen so wie China. Ihre Spuren finden sich überall.

Verwunschene Landschaften, die an eine Sagenwelt erinnern: Wie der Rückenpanzer eines riesigen Drachen ragen zackige Felsformationen in den Himmel. China ist reich an spektakulären Karstgebirgen. Mal sind die Felsen sanft geschwungen, mal steil und schroff. An manchen Orten ist nur noch eine Art Wald von bizarren Felsen übrig geblieben. Viele tragen Namen wie „Drachenzahn“ oder „Drachenrücken“. Allen Formen gemeinsam ist ihre geologische Entstehung.

Vor wenigen Jahren stießen Forscher in Nordchina am Ufer des Gelben Flusses auf ein 3700 Jahre altes Mosaik: die älteste Drachendarstellung der Vorfahren der heutigen Chinesen. Die Form gleicht einem Fluss. Experten sind überzeugt, dass es sich dabei um den Gelben Fluss handelt. Ist er der Ur-Drache Chinas? Der Gelbe Fluss ist die Lebensader des nördlichen China, er bereitete einst den Boden für die erste Zivilisation des Landes. Im Gegensatz zum regenreichen Süden ist Niederschlag hier knapp.

Die Quellen des Gelben Flusses liegen in 4500 Metern Höhe im tibetischen Hochland. Der steile Oberlauf verleiht ihm die Kraft, sich tief durch die  Lössgebiete zu graben. Danach transportiert er 30-mal so viel Sedimente wie der Nil. Der Gelbe Fluss verdankt dieser Fracht seinen Namen, doch sie hat eine fatale Seite: Sobald der Fluss den flachen Mittellauf erreicht, setzen sich die Sedimente ab. Mit tödlicher Regelmäßigkeit schüttet er so sein eigenes Flussbett zu. Beim nächsten Hochwasser tritt er über die Ufer und überflutet das Land großflächig. Millionen Menschenleben hat der Gelbe Drache schon auf dem Gewissen. Doch kein chinesischer Drache ist nur böse. Der Gelbe Fluss schenkt zugleich neues Leben. Denn durch seine Fracht, den Löss, bildet sich fruchtbares Schwemmland, auf dem die Landwirtschaft gedeiht.

Film von Stefan Busse und Tobias Schultes, ZDF/2014

21.45/2.15 Uhr Faszination Erde - mit Dirk Steffens 3/3: Wie das Leben lieben lernte

Um einen Partner zu finden, durchstreifen Unechte Karettschildkröten allein die Ozeane, Tausende Kilometer weit. Für „Faszination Erde“ traf Dirk Steffens eine von ihnen – unter Wasser natürlich. Das Leben ist von Kampf geprägt. Seit jeher bestimmt das Ringen ums Überleben den Lauf der Dinge. Trotzdem entstanden Zuneigung und Sympathie, gibt es Partnerschaft und Kooperation. Wie konnten große Gefühle im Kampf ums Dasein bestehen? Wo liegen die Wurzeln von Mitgefühl und Liebe?

Glaubt man einem antiken Mythos, so kommt die Liebe aus dem Meer: Vor der Insel Zypern, beim Felsen der Aphrodite, soll die schaumgeborene Göttin den Wellen entstiegen sein – als Sinnbild weiblicher Schönheit und Ziel männlicher Begierde. Tatsächlich entwickelten sich die Urformen des Lebens im Meer. Sex ist allerdings eine relativ junge Erfindung der Evolution: Vor über 3,5 Milliarden Jahren entstanden die ersten Zellen. Sie vermehrten sich durch Teilung. Erst vor rund 500 Millionen Jahren kam es zur sexuellen Revolution. Einzeller begannen sich zu paaren, um Erbmaterial auszutauschen. Seitdem hat sich das Prinzip der geschlechtlichen Vermehrung erstaunlicherweise weitgehend durchgesetzt. Genetische Vielfalt verbessert die Chancen zu überleben enorm, doch sie hat ihren Preis. Partnerwahl und Paarung erfordern Aufwand und bedeuten oft Stress – bei manchen Tieren ganz besonders. Außergewöhnlichen Einsatz bringen die Männchen der Paradiesvögel in den Regenwäldern Neuguineas, um das andere Geschlecht zu betören: Weltweit gibt es kaum einen anderen Vogel, der so aufwendig um einen Partner wirbt.

Film von Tobias Schultes und Eva-Maria Rauert, ZDF/2014


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