Dokumentation

Montag, 06. März 2017, 20.15 Uhr

Streetfood

Street Food ist Essen von unten, ist näher an den Menschen, authentischer. Und umgekehrt: Kein Essen erzählt mehr von den Menschen eines Ortes. Von ihren Vorlieben, ihren Schrulligkeiten. Street-Food-Orte sind wie Speisekammern mit mobilen Küchen. Kochstellen, an denen neben den besten Fleischspießen, Burritos, Nudelsuppen und Ceviches auch die tollsten Geschichten lagern. Street Food zeigt aber auch, wie unterschiedlich die Kulturen sind. Normen Odenthal und Thomas Reichart erkunden unterschiedlichstes Street Food und die Menschen, die es zubereiten. Ein Streifzug durch Asien und den amerikanischen Kontinent, der aus dem Bauch heraus beginnt und spannende, unerwartete Erkenntnisse über Leute, Land, Politik und Kultur nebenbei erzählt.

(1/2) Spieße, Skorpione und eine deftige Suppe

In Thailands Hauptstadt Bangkok, gibt es nichts, was es nicht gibt. Westliche Touristen staunen über die Vielfalt der Straßen-Küche, die Mutigen probieren Frösche, Skorpione, Insekten. Street Food ist auch ein Weg aus dem Elend für die Köche. Saiyuud Diwong, genannt Poo, hat es geschafft. Sie ist im größten Slum Bangkoks aufgewachsen, hat sich dort – wie so viele andere – als Straßenköchin durchgeschlagen. Inzwischen hat sie mit Promi-Köchen wie Jamie Oliver am Herd gestanden und ein Buch herausgegeben.

Rauer geht es auf einem Basar in Chinas wildem Westen, in Xinjiang zu. Straßenkoch Alimu kämpft an seinem Stand mit dem Holzfeuer und einem alten Ventilator, auf dem er mit frischem Lammfleisch Kebab brutzeln will. Hier an den alten Oasenorten der Seidenstraße braucht ein guter Kebab vor allem Feuer und Fleisch.

(2/2) Burger, Burritos und ein dicker Braten

Nirgendwo versuchen mehr Menschen ihr Glück im Gastro-Business zu machen als in Portland. An jeder Ecke der Stadt findet man „Food-Carts“, die wie kleine Wohnwagen aussehen und in denen gebrutzelt, gebacken, gebraten wird. Es ist ein Weg, sich den eigenen „American Dream“ zu verwirklichen.

Street Food an allen Ecken und zu jeder Tageszeit gibt es auch in Mexiko. Hier heißen die Straßenstände „Puesto“. Noch wichtiger als Essen ist Mexikanern höchstens die Familie. Wahrscheinlich hat Viktor Navarrete, der gemütliche, runde Taco-Brater, deshalb immer ein Lächeln im Gesicht. Er hat beides um sich: Essen und Familie. Sie helfen alle mit an seinem Stand, wo es die besten Tacos von Mexiko-Stadt geben soll. Mit hauchdünnem Rindfleisch und der berühmten Salsa von seiner Frau. Geheimrezept natürlich, aber so gut, dass die Schlange mittags bis hinter die Straßenecke reicht.


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