Dokumentation

Mittwoch, 17. Dezember 2014, 21.00 Uhr

Der Mais-Wahn - Wie eine Pflanze Profit und Hunger schafft

Jemaima Kamuyu im Süden Kenias kann sich ihr Grundnahrungsmittel Mais für die sieben Kinder kaum noch leisten.; © PHOENIX/SWR/Wolfgang Breuning, honorarfrei   Jemaima Kamuyu im Süden Kenias kann sich ihr Grundnahrungsmittel Mais für die sieben Kinder kaum noch leisten.

Jemima weiß nicht, wie sie ihre sieben Kinder satt kriegen soll. Der Mais, das Hauptnahrungsmittel im Süden Kenias, ist viel zu teuer geworden.  Wie ist das möglich, wo sich diese Turbo-Pflanze rasant auf dem Globus ausbreitet? Mais bedeckt inzwischen mehr Anbaufläche als jedes andere Agrarprodukt. Es ist die „Industriepflanze“ des 21. Jahrhunderts, bestens erforscht, von Konzernen vermarktet, perfekt zu verwerten. Der Film erzählt die Geschichte von den Opfern und den Machern des Mais-Wahns - ein Lehrstück, wie globale Weltwirtschaft funktioniert.

Die Nachfrage ist riesig: Bei uns wird der Mais zu Biogas und Strom, die USA verspritten ihn zu Ethanol. Und weltweit füttert Mais Milliarden von Hühnern und Schweinen. Der Maispreis ist explodiert. Er richtet sich nach den Kosten fürs Öl, nach dem Fleischhunger auf dem Globus und den Interessen der Agrarkonzerne. Der Markt, der eigentlich die Menschen auf der Welt versorgen sollte, spielt verrückt. Er macht die einen reich und lässt die anderen hungern.

Dokumentation von Tilman Achtnich, SWR/2014


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