Dokumentation

Donnerstag, 17. Mai 2018, 20.15 Uhr

China kauft den Mittelstand – Schluss mit „Made in Germany“?

Yi Sun Unternehmensberaterin Ernst & Young; Bild: phoenix/BR' (S2).   Yi Sun Unternehmensberaterin Ernst & Young

China übernimmt immer mehr Vorzeige-Unternehmen aus Deutschland. Allein 2016 kauften chinesische Investoren mehr als 100 deutsche Unternehmen. Die meisten chinesischen Käufer agieren langfristig und investieren in die deutschen Standorte. Doch Experten und Politiker machen sich Sorgen. Langfristig will das Reich der Mitte wichtige Schlüsselindustrien beherrschen. Hat die Politik in Berlin und Brüssel diese Pläne auf dem Schirm? „Die Story“ trifft eine Düsseldorfer Unternehmensberaterin, die bei vielen Übernahmen vermittelt, begleitet Unternehmer und Betriebsräte und spricht mit Politikern aus Berlin und Brüssel.

Hans Brandner ist mittelständischer Unternehmer für Werkzeugmaschinen im Allgäu und möchte sein Unternehmen später einmal an seinen Sohn übergeben. Doch mit Sorge beobachtet er die aktuelle Übernahmewelle deutscher Firmen durch chinesische Investoren. Auch er hat chinesische Kunden: Sie setzen ihn zunehmend unter Druck. Denn schon vor Jahren war er gezwungen, auch in Nord-China ein Unternehmen zu gründen. Doch inzwischen begegnet er der chinesischen Übermacht nicht mehr nur auf dem dortigen wichtigen Absatzmarkt. China übernimmt immer mehr Vorzeige-Unternehmen aus Deutschland. Allein 2016 kauften chinesische Investoren mehr als 100 deutsche Unternehmen. Bei Firmen wie Waldrich Coburg schätzen Betriebsräte und Geschäftsführer die neuen Eigentümer: Die meisten chinesischen Käufer agieren langfristig und investieren in die deutschen Standorte.

Doch Experten und Politiker machen sich Sorgen. Langfristig will das Reich der Mitte wichtige Schlüsselindustrien beherrschen. Das steht im Masterplan der chinesischen Regierung: „Made in China 2025“. Noch fassen die meisten chinesischen Eigentümer ihre deutschen Töchter mit Samthandschuhen an. Aber was ist, wenn China seine Strategie ändert?

Die spektakuläre Übernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka war ein Weckruf für viele Politiker. Doch wie können sie die deutsche Wirtschaft auf das ungleiche Kräftemessen vorbereiten? Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler suchen derzeit nach dem richtigen Weg, mit dem hungrigen Drachen aus China umzugehen.

Film von Gisela Baur, Ralph Gladnitz, BR/2018


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