Programmhinweis

Donnerstag, 07. Dezember 2017, 20.15 Uhr

Bimbes – Die schwarzen Kassen des Helmut Kohl

Auch wenn Kohls Spendenaffäre schon fast 20 Jahre zurückliegt – noch immer kommen neue Details ans Licht. Vor zwei Jahren sorgte Wolfgang Schäuble für Aufsehen, als er in einem Film sagte: „Es gab keine anonymen Spender. Es gab aus der Zeit von Flick schwarze Kassen.“ Eineinhalb Jahre lang recherchierten Stephan Lamby und Egmont R. Koch daraufhin gemeinsam mit dem SPIEGEL, was es mit dem Ehrenwort von Helmut Kohl wirklich auf sich hatte.

Sie stießen auf entlarvende Dokumente und sprachen mit vielen Zeitzeugen, auch nach dem Tod von Helmut Kohl. Ihre Recherche führte bis in die 60er und 70er Jahre zurück, als deutsche Konzerne ein weit verzweigtes, illegales Spendensystem anlegten – ein System, von dem Helmut Kohl so sehr profitierte wie kein anderer deutscher Politiker. Die Ergebnisse fassen sie in der Dokumentation „Bimbes – Die schwarzen Kassen des Helmut Kohl“, die phoenix am Donnerstag, 7. Dezember 2017, um 20.15 Uhr ausstrahlt, zusammen.

War das legendäre "Ehrenwort" des Altkanzlers, "die Namen der Spender nicht zu nennen", also tatsächlich erfunden? „Wir haben uns für unsere neue Dokumentation das Spendensystem des Flick-Konzerns und anderer noch einmal genau angesehen“, so Stephan Lamby. „Die Spendenaffäre von 1999/2000 sehe ich daher heute in einem ganz anderen Licht.“

Neue Erkenntnisse zu eventuellen Verwicklungen von Wolfgang Schäuble in die Spendenaffäre gibt es nicht. „Der Film blickt vor allem auf Helmut Kohl“, sagt Stephan Lamby. „Interessant ist, dass Wolfgang Schäuble seinen Hinweis auf schwarze Kassen aus der Flick-Zeit erst 2015 gab, also 15 Jahre nach der Spendenaffäre.“

Film von Egmont R. Koch, Stephan Lamby, SWR 2017, 75 Minuten

Di, 05.12.17, 16.33 Uhr

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