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Alexander Gauland (AfD): „Doris von Sayn-Wittgenstein hat an das Herz der Partei appelliert“

Die Turbulenzen um die Wahl der AfD-Parteivorsitzenden beim Parteitag in Hannover schätzt Alexander Gauland so ein: „Es war ein kritischer Moment, kein kritischer Tag. Aber es war ein kritischer Moment, dass sich sozusagen zwei Kandidaten gegenüber standen und dass jemand völlig Unbekanntes - jedenfalls in der Bundesspitze der Partei - plötzlich einen solchen Erfolg hatte. Das ist schon ungewöhnlich. Aber das ist so in einer Partei, wo dieses Graswurzelhafte noch immer die Partei bestimmt“, sagte Gauland im phoenix-Interview am Rande des Parteitags. Gauland war im dritten Wahlgang für den Co-Vorsitz neben Jörg Meuthen als einziger Kandidat angetreten und mit 68 Prozent der Stimmen gewählt worden. Zuvor waren zwei Wahlgänge ohne Ergebnis geblieben, weil weder der ursprüngliche Kandidat Georg Pazderski noch seine überraschend angetretene Gegenkandidatin, die schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein, eine ausreichende Mehrheit bekommen hatten.

Gauland sieht diese Entwicklung nicht als Flügelfrage innerhalb der Partei an. „Frau von Sayn-Wittgenstein hat eine Rede gehalten, die an das Herz der Partei appelliert hat und da war es völlig gleichgültig, wo sie steht oder wo sie herkommt. Sie hat den richtigen Ton getroffen für viele in der Partei, und das war der Erfolg. […] Wenn die Menschen plötzlich das Gefühl haben, da ist jemand, der ist ja gut, der redet ja so wie ich denke, dann kommt der durch“, glaubt Gauland.

So, 03.12.17, 10.30 Uhr

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