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Alexander Graf Lambsdorff: „Beitrittsverhandlungen sind wie ein Zombie“

Dem stellvertretenden Präsidenten des Europaparlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), fehlt bei den Gesprächen zwischen der EU und der Türkei die Offenheit. „Unser Problem auf der europäischen Seite ist, dass wir es an Ehrlichkeit vermissen lassen und der Türkei sagen, dass sie nicht Mitglied der Europäischen Union werden kann“, sagte der Politiker im Interview mit dem TV-Sender phoenix. „Es gibt in Ankara und auch in Brüssel niemanden, der noch daran glaubt“, sagte Lambsdorff und fügte hinzu: „Diese Beitrittsverhandlungen sind wie ein Zombie: Sie bewegen sich zwar noch. Aber eigentlich sind sie längst tot.“

Ziel sei es jedoch nicht, den Dialog mit der Türkei zu beenden. Vielmehr müsse eine neue Form der Gespräche eingeführt werden. „Es geht darum, einen Beitritt, den es nicht geben wird, zu ersetzen, durch ehrliche Gespräche, eine pragmatische Zusammenarbeit, einen Grundlagenvertrag, in dem man sagen kann, bei der Energiesicherheit müssen wir in schwierigen Zeiten zusammenarbeiten, bei der sicherheitspolitischen Situation im östlichen Mittelmeer-Raum, Syrien muss mit den Türken bewältigt werden. Es gibt so viele Themen, wo man was tun kann - alles liegt auf Eis, weil der Beitrittsprozess alles hemmt.“

Mi, 26.07.17, 10.30 Uhr

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