Programmhinweis Im Dialog

Freitag, 08. Dezember 2017, 22.30 Uhr

Professor Heinz Bude im Gespräch mit Michael Krons

"Der überwiegenden Mehrheit der Deutschen ging es noch nie so gut wie derzeit", so der Soziologe Heinz Bude. „Doch viele fragen sich, welche Perspektiven haben die, die nach mir kommen? Sie sehen die junge Generation in eine Welt prekärer Berufsperspektiven, zunehmender Einkommensungleichheit, globaler politischer Instabilität und einer sich zuspitzenden ökologischen Krise hineinwachsen.“ Diese Zufriedenheit im Unbehagen kennzeichnet Bude zufolge die derzeitige Stimmung in Deutschland.

"Im Dialog" spricht Michael Krons mit dem Soziologen Heinz Bude über die Frage der sozialen Gerechtigkeit, darüber, wie Stimmungen Politik bestimmen und über das neue "Dienstleistungsproletariat".

Dazu zählt Bude u.a. die Paketboten, die hart arbeiten würden und dennoch keine Aufstiegsperspektive hätten: "Mit den tausend Euro, die man da im Durchschnitt netto im Monat hat, kann man nicht leben und nicht sterben. Aber wichtiger noch ist, dass man in diesen Berufen nicht aufsteigen kann.“

Inzwischen mache sich auch in Deutschland das Gefühl breit, dass selbst starke Einzelne nicht mehr unbedingt schaffen würden, was einst dem ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder gelang: der soziale Aufstieg. Schröder oder auch Horst Seehofer hätten noch von der Bildungsexpansion profitieren können, erklärt Bude und zeigt sich skeptisch, ob das heute noch ohne Weiteres gelingen kann. "Bei uns muss die Mitte strampeln, um den Sozialstatus des Elternhauses erhalten zu können." Auffällig sei zudem, dass sich quer durch die Gesellschaft Erschöpfungszustände ausbreiten würden, so Bude.


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