Gesprächssendung History Live

Sonntag, 08. Oktober 2017, 24.00 Uhr

Flucht und Vertreibung

Als Folge des zweiten Weltkrieges wurden Abermillionen Menschen entwurzelt und vertrieben - knapp zwölf Millionen davon waren Deutsche, die aus den deutschen Ostgebieten fliehen mussten und eine neue Heimat suchten. Nicht überall waren sie gleichermaßen willkommen.

Geschichte wiederholt sich. Auch diese? Die Bilder von kilometerlangen Flüchtlingstrecks, von überfüllten Flüchtlingsheimen und überforderten Behörden lassen in der aktuellen Situation keinen anderen Schluss zu. Flucht und Vertreibung, so scheint es, ist ein ewiges Menschheitsthema. Aber was ist heute anders als vor 70 Jahren? Welches Verhältnis haben wir Deutschen aufgrund unserer eigenen Geschichtserfahrung zu den Geflüchteten?

Guido Knopp erforscht mit seinen Gästen die Ursachen für diese unterschiedlichen Perspektiven und beleuchtet mit ihnen gleichzeitig die nationale Erinnerungskultur. Gibt es eine gemeinsame europäische Erinnerungskultur? Warum sind die Narrative über 70 Jahre danach immer noch so unterschiedlich? Und was können wir daraus lernen?

Diese und anderen Fragen diskutiert Guido Knopp mit seinen Gästen:

  1. Prof. Gesine Schwan, Präsidentin und Mitgründerin der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform gGmbH
  2. Gundula Bavendamm, Direktorin Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
  3. Prof. Horst Möller, vormals Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München

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