Gesprächssendung History Live

Sonntag, 11. Juni 2017, 13.00 Uhr

Von der APO zur RAF

Am 2. Juni 1967 wurde der Student Benno Ohnesorg in Berlin von einem Polizisten erschossen. Sein gewaltsamer Tod zog deutschlandweit Proteste und Unruhen nach sich. Aus einer kleinen Minderheit protestierender Studenten entstand die Studentenbewegung. Sie forderte in der noch jungen Bundesrepublik u.a. ein Umdenken im öffentlichen Umgang mit Altnazis und der deutschen Weltkriegsvergangenheit. Ein kleiner Teil der Studentenbewegung radikalisierte sich, wendete sich dem bewaffneten Kampf und letztlich dem Linksterrorismus zu, der in der „Bewegung 2. Juni“ und der Roten Armee Fraktion, kurz: RAF, mündete.

Die Studentenbewegung, die sogenannten „68er“, sind Geschichte und Mythos zugleich. In der Einordnung ihrer Rolle in der politischen und gesellschaftlichen Geschichte der Bundesrepublik gehen die Meinungen – je nach politischem Lager – zum Teil weit auseinander.

Welche Bedeutung hatte der bundesdeutsche Umgang mit dem Nationalsozialismus für die Entstehung der 68er-Bewegung? Wie sehr haben die "68er" unser Land verändert? Hat die Studentenbewegung mit ihren Thesen zur Anwendung von Gewalt den Grundstein für die RAF gelegt? Mussten Teile der Außerparlamentarischen Opposition, APO, zwangsläufig in den Links-Terrorismus münden?

Guido Knopp diskutiert über diese und andere Fragen mit seinen Gästen:

  1. Götz Aly, Historiker
  2. Wolfgang Kraushaar, Terrorismus-Forscher
  3. Ingrid Gilcher-Holtey, Historikerin

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