Gesprächssendung Im Dialog

Freitag, 03. März 2017, 22.30 Uhr

Thomas Straubhaar im Gespräch mit Michael Krons

Wir haben eine Spaltung der Gesellschaft und ein Gerechtigkeitsproblem warnt der Ökonom Thomas Straubhaar. Viele Menschen hätten den Eindruck, "dass die Erträge aus der Globalisierung und jetzt aus der Digitalisierung nicht fair verteilt würden." Straubhaar mahnt, es sei höchste Zeit, sich über Fragen der Verteilung Gedanken zu machen und alle Bürger an den Erfolgen teilhaben zu lassen. Trotz hoher Beschäftigungsquote habe nicht jeder das Gefühl, die Chancen zu haben, um aus dem "Maschinenraum sozusagen auf das Luxusdeck hochkommen zu können".

Im Gespräch mit Michael Krons erläutert Thomas Straubhaar, warum die Parteien gut beraten sind, Verteilungsfragen ganz oben auf ihre politische Agenda zu setzen. Er fordert das sogenannte "bedingungslose Grundeinkommen". Dies schaffe mehr Gerechtigkeit. Gleichzeitig zeigt sich Straubhaar überzeugt, dass dieses Grundeinkommen die Menschen nicht dazu verführt, sich in der Hängematte auszuruhen.

In seinem aktuellen Buch "Radikal gerecht" legt Straubhaar dar, dass der demografische Wandel sowie die Digitalisierung den Sozialstaat alter Ordnung an seine Grenzen bringen. Es bedürfe eines radikalen Systemwechsels anstatt einer nur oberflächlichen Anpassung des Sozialsystems bisheriger Prägung. Das bedingungslose Grundeinkommen von 1000 Euro im Monat, "Geld für alle", sei die richtige Antwort auf die Herausforderungen der Zeit – ein neues Zukunftsmodell, das zudem Polarisierung verhindern und das "Zusammengehörigkeitsgefühl" wieder beleben könne.

Der gebürtige Schweizer Thomas Straubhaar leitete bis 2014 das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut. Seit 1999 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg, wo er insbesondere über internationale Wirtschaftsbeziehungen und Bevölkerungsökonomie forscht.


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