Gesprächssendung Im Dialog

Freitag, 07. April 2017, 22.30 Uhr

Klaus Töpfer im Gespräch mit Michael Krons

Über eine Million Flüchtlinge sind im Jahre 2015 nach Deutschland gekommen. Das ist nur ein kleiner Teil der Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Hunger und Umweltzerstörung sind. Weltweit sind es über 60 Millionen Menschen. Professor Klaus Töpfer warnt vor den Folgen, wenn man sich nicht um die Fluchtursachen der Menschen weltweit kümmert.

Was bringt die Menschen dazu, sich auf die Flucht zu begeben? Wie sehr belastet die Klimaveränderung das Leben der Menschen in Afrika? Wie sieht nachhaltige Entwicklungspolitik aus? Darüber spricht Michael Krons in der Sendung "Im Dialog" mit Professor Klaus Töpfer (CDU).

Der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer hat gut acht Jahre in Afrika gelebt. Als Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen hatte er sein Hauptquartier in der kenianischen Hauptstadt Nairobi und warnt vor einem massiven Gefälle der Lebenschancen und Perspektiven. Viele Länder Afrikas seien vom Klimawandel extrem betroffen, so Töpfer. Folgen wie Dürre, Hunger, Armut würden die Menschen dazu veranlassen, ihre Heimatländer zu verlassen. Die Fluchtursachen müssten nachhaltig bekämpft werden, mahnt Töpfer an. Denn, nur wenn Menschen eine Perspektive ohne Krieg und ohne Armut hätten, würden sie in ihren Ländern bleiben können.

"Wir brauchen wieder eine friedlichere Welt", so Töpfer, der zu den Initiatoren eines Aufrufs von Bundesverdienstkreuzträgern gehört, die vom Bundestag die Einrichtung einer Enquete-Kommission fordern. Sie soll unter anderem untersuchen, wie Deutschland weltweit zu Fluchtursachen beiträgt und wie gegengesteuert werden kann.


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