Dokumentation

Samstag, 13. Januar 2018, 20.15 Uhr

Geschichte Mitteldeutschlands

20.15/3.45 Uhr Geschichte Mitteldeutschlands: Leni Riefenstahl - Die Karrieristin und die Stasi

Beate Maes als Leni Riefenstahl; Bild: PHOENIX/MDR/Andreas Lander' (S2+)   Beate Maes als Leni Riefenstahl

Leni Riefenstahl, die gefeierte Filmregisseurin im Dritten Reich war ein Weltstar. Für Adolf Hitler erschaffte sie Bilder einer Herrenrasse, Bilder eines Erlösers, der seinem gigantischen Reich Heil bringen wird. Ihrer Karriere opferte sie alles, auch ihre Moral. Der Pakt mit Hitler wurde Riefenstahl nach dem Krieg zum Verhängnis. Dem beispiellosen Höhenflug folgte ein grenzenloser Fall.

In der Nachkriegszeit wurde sie von ihren Kollegen und alten Freunden gemieden. Auch die Besatzungsmächte verfolgten argwöhnisch ihr Tun. Im Westen sollte sie vor Spruchkammern ihre Unschuld beweisen. Im Osten kamen ihre Bilder auf den Index und bereits vor der Gründung der DDR sammelte ein Vorläufer der Staatssicherheit Unterlagen über sie. Wertvolles Material, um sie später zu belasten. Bis zur ihrem Tod kämpfte Riefenstahl vor Gerichten und in den Medien um Anerkennung, Ruhm, Geld und Ehre. Andere erfolgreiche Nazi-Filmkünstler wie Heinz Rühmann oder Veit Harlan fassten nach 1945 rasch wieder Fuß. Doch Riefenstahl wurde die Ausgestoßene der Bundesrepublik. War sie der Sündenbock, der stellvertretend für die Deutschen Verantwortung übernehmen sollte?

Besetzung:
Beate Maes als Leni Riefenstahl

Robert Glatzeder als Anwalt Alfred von Seefeld

Film von Annette Baumeister, MDR/2017

21.00/4.30 Uhr Geschichte Mitteldeutschlands: Margot Honecker und die verbotene Liebe

Margot Honecker galt als politische Hardlinerin, die bei ideologischen Vergehen keine Milde walten ließ. Dabei begann ihre Karriere aus Sicht der Partei mit einem Fehltritt. Die „Geschichte Mitteldeutschlands“ schaut zurück auf die Zeit, als die spätere Ministerin noch Margot Feist hieß und fragt, wie die ehrgeizige FDJ-Funktionärin aus Halle zur linientreuen Dogmatikerin und mächtigsten Frau der DDR werden konnte. Erzählt wird der Dreieckskonflikt zwischen Margot Feist, dem 15 Jahre älteren Erich Honecker und dessen damaliger Ehefrau Edith Baumann.

Historiker und Weggefährten wie der letzte DDR-Ministerpräsident Hans Modrow ordnen das Geschehen in die damalige Zeit und den politischen Kontext ein.

Im Jahr 1946, im ersten Nachkriegsjahr, begann die gebürtige Hallenserin Margot Feist ihre berufliche Laufbahn als Funktionärin der Freien Deutschen Jugend. Im selben Jahr lernte sie auch Erich Honecker, damals Chef der FDJ, und dessen Stellvertreterin und spätere Ehefrau Edith Baumann kennen. Honecker ist schon bald ihre große Liebe, Edith Baumann ihre Widersacherin im Kampf um den Geliebten.

Die junge Margot Honecker wird gespielt von Karoline Teska (Jahrgang 1988), einer gebürtigen Hallenserin.

Film von Steffen Jindra, MDR/2017


Mehr zum Thema


LOGIN





Zurück: November 2017 Sendeplan für Dezember 2017 Weiter: Januar 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01 02 03
04 05 06 07 08 09 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31
Bild des RSS-Logos und Hintergrundmuser; phoenix

RSS-Feeds

Bleiben Sie mit den RSS-Feeds der phoenix-Presselounge immer auf dem neuesten Stand.

© 2017 phoenix phoenix ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.