Dokumentation

Freitag, 01. Dezember 2017, 20.15 Uhr

Kanadas Nationalparks (1/5 bis 3/5)

20.15/0.45 Uhr Kanadas Nationalparks: Gwaii Haanas - Wilde Schönheit im Pazifik

Götz Hanisch im Boot; Bild: PHOENIX/Florianfilm GmbH' (S2)   Götz Hanisch im Boot

Auf Haida Gwaii, einem Archipel vor der Westküste Kanadas, liegt der Nationalpark Gwaii Haanas. Viele seiner 138 Inseln und Inselchen sind bedeckt von dichtem Regenwald. Dort gedeihen Baumarten wie der Riesenlebensbaum, die Hemlocktanne und die Sitkafichte. Eine Vielzahl seltener und bedrohter Tierarten, wie die größte Unterart des amerikanischen Schwarzbären, der Weißkopfadler und der Gelbschopflund lebt hier, und vor den Küsten tummeln sich Orcas und Buckelwale, Robben und Stellersche Seelöwen.

Gwaii Haanas ist der erste Nationalpark der Welt, dessen gesamtes Gebiet von der Bergspitze bis zum Meeresboden unter Schutz gestellt wurde. Seine Existenz verdankt er den Ureinwohnern, den Haida, die auf den Inseln seit 14.000 Jahren sesshaft sind. In ihrer Sprache heißt Gwaii Haanas „Ort der Wunder“. Dieses Wunder war durch die Holzindustrie massiv bedroht, die im 20. Jahrhundert mit der großflächigen Abholzung des Regenwalds begann. Mitte der 1980er Jahre mochten die Haida der Zerstörung ihrer Umwelt nicht länger zusehen. Sie blockierten die Holzfällerwege und verhinderten so weiteren Kahlschlag. Ihr langer, friedlicher Protest führte dazu, dass der Süden des Archipels 1988 unter Schutz gestellt wurde. Die Anzahl der Besucher ist strikt limitiert. Gwaii Haanas ist nur mit dem Wasserflugzeug oder dem Boot erreichbar. Im Park liegt auf der kleinen Insel SGang Gwaay eine verlassene Siedlung der Haida. Das Gelände mit Hausruinen und Totempfählen ernannte die UNESCO 1981 zum Welterbe.

Film von Mechtild Lehning, RB/Arte/2016

21.00/1.30 Uhr Kanadas Nationalparks: Banff und die Rocky Mountains

Der Banff National Park liegt in den Rocky Mountains, der mächtigsten Bergkette Nordamerikas. Er ist geprägt von funkelnden Gletschern, donnernden Wasserfällen, tiefen Schluchten und Seen so blau, dass man es kaum glauben kann. Die Wasseroberflächen spiegeln die endlosen Tannenwälder und die in den Himmel ragenden, rauen Berggipfel. Über drei Vegetationszonen erstreckt sich der Nationalpark und bietet ganz verschiedene landschaftliche Facetten.

Obwohl die Zeiten der Pioniere und Goldsucher längst vorbei sind, herrscht hier noch immer der Abenteurergeist vergangener Tage - erhalten durch die Gründungsgeschichte des ältesten Nationalparks Kanadas. Sie führt zurück zu den Bahnpionieren der Canadian Pacific Railway, die in den 1880er Jahren die wilde Bergwelt der Rockies durch den Bau der Eisenbahnlinie erschlossen und Kanadas Osten mit dem äußersten Westen verbanden.

Seit seiner Gründung 1885 lebt der Banff National Park von der Anziehungskraft der Rocky Mountains und ihrer Tierwelt. Er ist der meistbesuchte und beliebteste Nationalpark Kanadas und gehört heute zum UNESCO-Welterbe. Doch die jährlich größer werdenden Besucherzahlen sind zu einer Bedrohung für den Bestand der reichhaltigen Flora und Fauna geworden.

Der Bergphilosoph Ben Gadd, der Snowboarder und Abenteurer Andrew Harding, der Touristenführer Jeff Douglas und verschiedene Mitarbeiter der kanadischen Forstbehörde Parks Canada stellen den Banff National Park und seine einzigartige Schönheit vor und beleuchten die zunehmend schwieriger werdende Aufgabe, einen Ausgleich zwischen Mensch und Natur zu finden.

Film von Viktor Apfelbacher, Anna Steuber, RB/2016

21.45/2.15 Uhr Kanadas Nationalparks: Riding Mountain - Insel der Wildnis

Die Provinz Manitoba liegt im Herzen Kanadas und besticht durch die schier endlose Weite ihrer Landschaft und die ausgeprägten Jahreszeiten. Der Süden wird oft als die weltgrößte Kornkammer bezeichnet. Dort bestimmen Agrarwirtschaft und Viehzucht das Bild, während sich im nahezu unbewohnten Norden riesige Tundraflächen mit Nadelwäldern abwechseln. Dazwischen liegt der Riding Mountain National Park, dessen ökologische Vielfalt weltweit einzigartig ist.

Der Park liegt höher als der Rest Manitobas. In seinem Mikroklima wechseln sich Grasland, Laubwald und Nadelwald auf engstem Raum ab. Bei seiner Gründung wurde er als „Insel der Wildnis im Ozean aus Farmland“ bezeichnet. In diesem Park der Gegensätze kann es im Sommer zu 30 Grad Celsius heiß werden, während im Winter Temperaturen um minus 30 Grad keine Seltenheit sind. 239 Vogelarten und 60 verschiedene Säugetierarten bietet er eine Heimat. Hier leben Biber, Schwarzbären, Bisons, Elche und Wapitis, Kojoten, Wölfe, Stachelschweine, Luchse und Pumas.
Seit 1986 gehört Riding Mountain zum Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate. So soll die Artenvielfalt bewahrt und das Zusammenleben zwischen Mensch und Natur gefördert werden. Ganz unterschiedliche Menschen wie Reade Tereck, Leiter einer speziellen Feuerwehrtruppe, der Botaniker Peter Tarleton und der Wildhüter Tim Sallows arbeiten daran, diese einzigartige Landschaft zu erhalten.

Film von Viktor Apfelbacher, Anna Steuber, RB/2016

„Der Mingan-Archipel“  und „Gros-Morne“ am Samstag, 2. Dezember, 20.15 und 21.00 Uhr


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