Dokumentation

Mittwoch, 22. November 2017, 20.15 Uhr

Kielings wildes Deutschland (1/2 & 2/2)

20.15/0.45 Uhr Kielings wildes Deutschland (1/2)

Andreas Kieling mit seiner Hündin Cleo auf der Suche nach dem 'wilden' Deutschland.; 'Bild: PHOENIX/ZDF' (S2).   Andreas Kieling mit seiner Hündin Cleo auf der Suche nach dem "wilden" Deutschland.

Urige Wälder, Wildnis, weite und stille Natur soweit das Auge reicht - das gibt es nicht nur in Kanada, Südamerika oder Australien, sondern auch in Deutschland, oft nur wenige Autominuten von der eigenen Haustür entfernt. Doch vielen Menschen sind die Naturschätze Deutschlands so unbekannt wie ein fremder Kontinent. Fast 60.000 Kilometer reist der bekannte Tierfilmer Andreas Kieling durch Deutschland: von den Alpen bis zum Wattenmeer, von den Mittelgebirgen bis zu den großen Flusstälern. Schnell wird deutlich, dass Deutschland trotz dichter Besiedlung das artenreichste Land Europas ist. Beeindruckende Tieraufnahmen, atemberaubende Kameraflüge und wunderschöne Zeitraffer zeigen, wie es um die heimische Flora und Fauna steht.

Betrachtet man Deutschland von oben, fallen die vielen grünen Flächen auf: Ein Drittel unseres Landes ist von Wald bedeckt. Die Wälder sind nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor - immerhin bieten sie mehr Arbeitsplätze als die Autoindustrie - sie sind immer noch Sinnbild für Wildnis und Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

Besonders dort, wo die Wälder der Mittelgebirge unter Schutz stehen, spielte sich in den letzten 20 Jahren eine Erfolgsgeschichte ab, die ihres gleichen sucht. Heimlich sind in den 80er Jahren Luchse aus Tschechien wieder eingewandert. Die größte Raubkatze Mitteleuropas war bei uns, wie in ganz Westeuropa, vollständig von der Bildfläche verschwunden. Jetzt ist sie zurück. Dort wo es gezielte Wiederansiedlungsprojekte gibt, haben die scheuen Tiere besonders gute Chancen, wieder heimisch zu werden.

Andreas Kieling und sein Begleiter, Hund Cleo, begeben sich auf eine spannende Suche und werden mit unglaublichen Bildern belohnt.

Film von Iris Gesang und Andreas Kieling, ZDF/2012

21.00/1.30 Uhr Kielings wildes Deutschland (2/2)

Für Tiere und Pflanzen ist Deutschland längst zum Einwanderungsland geworden: Heute existieren hier 4000 Arten mehr als vor 20 Jahren. Viele von ihnen nutzen geschickt Lebensräume, die der Mensch geschaffen hat. Erstaunlicherweise können sich die wilden Bewohner gerade dort zurückziehen und finden genug zu fressen. Allen voran der Wolf, der sich auf den Truppenübungsplätzen in der Lausitz wohl fühlt. Selbst in den Großstädten hat die Artenvielfalt in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen: Füchse, Vögel oder Biber gehören vielerorts zum Stadtbild.

Auch in der zweiten Folge reist Andreas Kieling quer durch Deutschland, dieses Mal überall dorthin, wo sich die Tierwelt in direkter Nachbarschaft zu den Menschen eingenistet hat. Kurios ist die Situation in Flussabschnitten, wo Kraftwerke ihr Kühlwasser einleiten. Im warmen Wasser tummeln sich Welse von gigantischen Ausmaßen. Neben vielen erstaunlichen und positiven Geschichten zieht Andreas Kieling aber auch dort Bilanz, wo die Situation durchaus kritisch ist: Gab es in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch Millionen Feldhamster in unserer Kulturlandschaft, so sind die Zahlen heute auf nur noch wenige Tausend alarmierend gesunken. Wissenschaftlich geführte Wiederansiedlungsprojekte helfen dem Feldhamster wieder auf die Sprünge - Andreas Kieling und Hund Cleo erleben hautnah mit, wie das funktioniert.

Kielings Resümee nach über einem Jahr Drehzeit: „Deutschland ist eines der schönsten und abwechslungsreichsten Länder der nördlichen Halbkugel und seine Tier- und Pflanzenwelt verblüfft jeden, der sich nur ein bisschen auf sie einlässt. Es ist durchaus möglich, die Ansprüche einer modernen Industriegesellschaft und die Erholungsbedürfnisse ihrer Menschen mit dem Schutz der Arten und der biologischen Vielfalt in Einklang zu bringen.“

Film von Iris Gesang und Andreas Kieling, ZDF/2012


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