Dokumentation

Mittwoch, 08. November 2017, 20.15 Uhr

Kieling – Expeditionen zu den Letzten ihrer Art (1/2 & 2/2)

20.15/0.45 Uhr Kieling – Expeditionen zu den Letzten ihrer Art (1/2)

Andreas Kieling filmt ein junges Silberrückenmännchen. Berggorillas sind die friedlichste Primatenart. Menschen gegenüber zeigen sie keine Scheu.; Bild: PHOENIX/ZDF/Andreas Kieling' (S2)   Andreas Kieling filmt ein junges Silberrückenmännchen. Berggorillas sind die friedlichste Primatenart. Menschen gegenüber zeigen sie keine Scheu.

Zu Beginn des 3. Jahrtausends stehen viele Tierarten kurz vor ihrer Ausrottung. Andere haben sich in die letzten unberührten Regionen der Erde zurückgezogen und wurden seit Jahren nicht mehr gesehen. Der deutsche Tierfilmer und Abenteurer Andreas Kieling macht sich auf die Suche nach ihnen: mit Filmkamera und  Survivalausrüstung versucht er, die Letzten ihrer Art vor die Linse zu bekommen. Im ersten Teil der Dokumentation sind es Krokodile in Australien, Wildschafe in Kirgisien, Braunbären in Rumänien und Löwen in Indien.

In Australien leben nicht nur die größten, sondern auch die aggressivsten Erben der Saurier, die Salzwasserkrokodile bzw. Leistenkrokodile. Das größte jemals gefangene Tier war über 6 Meter lang. Es hatte sich in einem Fischernetz verfangen und war ertrunken. Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Tiere noch weitaus größer werden können. In den letzten Jahren hat die Zahl der „Crocodile-Dundees“, der Krokodilfänger, enorm zugenommen. Die Tiere dienen in unzähligen Krokodilparks als Showattraktion mit Gänsehautfaktor. Andreas Kieling will sich selbst ein Bild machen und begibt sich auf die Suche. Ein Tauchgang mit den Giganten ist der Höhepunkt seiner Begegnung mit den urzeitlichen Monstern.

Die westlichen Ausläufer des Himalajas sind das nächste Ziel. In Kirgisien will Kieling das Marco-Polo-Argali, das größte Wildschaf der Erde, finden. Ihr gewaltiger Kopfschmuck lässt die Tiere zu imposanten Erscheinungen werden. Gleichzeitig sind ihnen die gigantischen Hörner zum Verhängnis geworden: Sportjäger aus aller Welt wollen diese Trophäe mit nach Hause nehmen. Nur wenige hundert Tiere sollen noch leben. Andreas Kieling steigt mit einheimischen Führern ins Hochgebirge und heftet sich in Eis und Schnee auf die Fährte der Bergschafe.

Während Braunbär und Wolf in Europa fast ausgerottet sind, leben sie in Draculas Wäldern, in Transsilvanien, von Menschen weitgehend ungestört. Sie erweisen sich hier als wahre Überlebenskünstler, die es längst gelernt haben, auch die Zivilisation zu ihrem Vorteil zu nutzen. Allabendlich statten die Bären Brasov, der zweitgrößten Stadt Rumäniens, einen Besuch ab und machen sich an den Müllcontainern zu schaffen. Wenn es um Löwen geht, denkt jeder direkt an Afrika. Doch wild lebende Löwen, wenn auch ohne Mähne, gibt es auch in einem kleinen Gebiet in Indien. Im Girwald im nordwestlichen Bundesstaat Guajarat, lebt die letzte Population des Asiatischen Löwen. Einst über ganz Eurasien und Nordafrika, von Griechenland bis Indien verbreitet, leben heute nur noch 200 Tiere in dem rund 1.400 Quadratkilometer großen Girwald. Zu klein für die großen Jäger. Der Konflikt mit der ansässigen Bevölkerung ist vorprogrammiert, immer wieder werden Haustiere gerissen. Die Bauern greifen zu Gift und Fallen. Eine entbehrungsreiche Expedition zu Fuß zusammen mit einheimischen Führern auf der Suche nach dem „kahlen König“ steht Andreas Kieling bevor.

Film von Andreas Kieling, ZDF/2008

21.00/1.30 Uhr Kieling - Expeditionen zu den Letzten ihrer Art (2/2)

Auch im zweiten Teil kommt es zu „magischen Momenten“ zwischen Tierfilmer Andreas Kieling und den Letzten ihrer Art. Diesmal hat es ihn nach Indonesien, Kanada und Ruanda verschlagen, um die letzten Komodo-Warane, Blaue Bären und Berggorillas vor die Linse zu bekommen.

Kaum ein anderes Tier erinnert mehr an einen Drachen als der Komodo-Waran. Über drei Meter Länge erreicht diese urzeitlich anmutende Riesenechse. Nur auf Komodo und den umliegenden kleinen Inseln kommen diese Drachen heute noch vor. Bereits ein Biss kann zum Tode führen, denn ihr Speichel ist hochinfektiös. So töten sie ihre Beute: Ziegen, Schweine, Hirsche und sogar Büffel.

Abseits der üblichen Touristenpfade sucht Andreas Kieling die Begegnung mit der gefährlichen Echse. Ob an den weiten, einsamen Stränden oder im dichten Dschungel: Er wird all seinen Mut und Spürsinn aufbringen müssen, um den gewaltigen Komodo-Waranen nahe zu kommen.

Kaum jemand hat bisher von der Existenz eines Blauen Bären gehört, und nur wenige haben ihn bisher gesehen. Ihn zu finden, ist die nächste Herausforderung, der sich Andreas Kieling stellt. Die Suche nach den seltensten Bären unseres Planeten in den riesigen undurchdringlichen Wäldern British Columbias in Kanada gleicht der berühmten Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Nur 100 Blaue Bären sollen dort noch leben. Viele tausend Jahre lebten diese isoliert von ihren Verwandten, den Schwarzbären.

Ihr Verbreitungsgebiet reichte bis Alaska. Gewaltige Gletscher schlossen sie in ihrem Lebensraum ein. Durch den Klimawandel weichen die Gletscher nun zurück. Die Tiere können jetzt aus den isolierten Gebieten heraus und sich mit ihren schwarzen Vettern vermischen. Das Farb-Gen, welches für die blaue Farbe verantwortlich ist, wird bald so selten sein, dass es keine Blauen Bären mehr geben wird.

Traurigen Ruhm erlangten die letzten Berggorillas in den Regenwäldern im Grenzgebiet von Kongo, Ruanda und Uganda. Nur noch etwa 700 Menschenaffen haben Krieg und Wilderei überlebt. Und noch immer sind sie nicht in Sicherheit. Wilderer machen ihnen das Überleben weiterhin schwer. Um die Letzten ihrer Art zu treffen, muss Andreas Kieling viele Höhenmeter überwinden. Ein beschwerlicher Aufstieg, der ihn am Ende auf 4.000 Meter Höhe bringt. Denn dorthin hat sich eine Gruppe Gorillas zurückgezogen. Eine abenteuerliche Dschungeltour für den Tierfilmer, unter dem Schutz von Soldaten als Bewacher. Als Kieling die Berggorillas endlich gefunden hat, ist er von ihrer Toleranz und Sanftmut fasziniert.

Film von Andreas Kieling, ZDF/2008


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