Dokumentation

Mittwoch, 01. November 2017, 21.00 Uhr

Hongkong - Eine Stadt, die nicht schläft

Rund 450 Euro pro Kurs kostet Yuen Sius Versprechen auf bessere Schulnoten. Nachhilfe ist in Hongkong zu einer boomenden Dienstleistungs-Branche geworden. Nachhilfelehrer wie Yuen gehören in Hongkong zu den Superstars.; Bild: PHOENIX/SWR/Axel Schneppat' (S2)   Rund 450 Euro pro Kurs kostet Yuen Sius Versprechen auf bessere Schulnoten. Nachhilfe ist in Hongkong zu einer boomenden Dienstleistungs-Branche geworden. Nachhilfelehrer wie Yuen gehören in Hongkong zu den Superstars.

Hongkong, heißt es, sei die schnellste Stadt der Welt, weil sie sich ständig neu erfindet. Das einstige Fischerdorf an der Südküste Chinas ist schon seit langem eine Megametropole. In mehr als 150 Jahren britischer Kolonialherrschaft brachte der Handel Wohlstand und Wachstum. Wer hier lebt, darf die Enge nicht fürchten. Akuter Platzmangel ist das Hauptproblem der sieben Millionen Bewohner. Nur wer das nötige Geld besitzt, kann sich den teuren Wohnraum leisten. Der Film porträtiert Menschen, die durch Hongkong geprägt werden und die Stadt auf ihre Weise mitgestalten.

Menschen, die erfolgreich sind, werden in Hongkong wie Popstars verehrt. Yen Siu ist Nachhilfelehrer und für die Jugendlichen ein Idol. Mit selbstverfassten Lehrbüchern bringt er jeden Abend hunderten Schülern Chinesisch bei. Nachhilfe ist in Hongkong zu einer boomenden Dienstleistungs-Branche geworden. Wer gute Noten bekommt, kann auf eine erfolgreiche Zukunft und Wohlstand hoffen. Da per Gesetz nur 45 Schüler pro Klassenraum zugelassen werden, kam Yuen auf einen schlauen Trick: gläserne Räume und er als Live-Projektion für jeden Schüler sichtbar.

Wer in Hongkong den Himmel sehen will, muss den Kopf weit in den Nacken legen. In der „vertikalen Stadt“ drängen sich 7000 Hochhäuser - das ist Weltrekord. Wing Hing Lo gehört zu den „fliegenden Gerüstbauern“, die in über 100 Meter Höhe Bambusgestelle installieren, sobald an Häuserwänden kleinere Reparaturen anstehen. Jacky Wong hat sich im hektischen Hongkong eine Insel der Ruhe erschaffen. In einem daoistischen Tempel im Zentrum der Stadt folgt die 19-Jährige den 1500 Jahre alten Lehren des Kung Fu. Jacky Wongs Training dauert oft bis nach Mitternacht. In den letzten Jahren haben die Kung Fu-Schulen von Hongkong wachsenden Zulauf. Die Menschen orientieren sich zunehmend an traditionellen Werten. Kung Fu soll ihnen helfen, in der Leistungsgesellschaft zurechtzukommen.

Film von Sebastian Lindemann, SWR/2016


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