Dokumentation

Freitag, 20. Oktober 2017, 20.15 Uhr

Deutschland von unten

20.15/0.45 Uhr Deutschland von unten: Land

Ein Forscher im Hauptgang der Riesending-Höhle. Sie ist Deutschlands größtes bekanntes Höhlensystem.; Bild: PHOENIX/ZDF/Wolfgang Zillig' (S2)   Ein Forscher im Hauptgang der Riesending-Höhle. Sie ist Deutschlands größtes bekanntes Höhlensystem.

Der Film zeigt die geheimnisvolle Parallelwelt unter unseren Füßen. Faszinierende, oft unwirkliche Bilder aus Deutschlands Unterwelten. Die Zuschauer blicken in die Schlafzimmer der Alpenmurmeltiere, in die glitzernde Welt des gigantischen Salzbergwerks von Bernburg und in die Riesending-Höhle im Berchtesgadener Land. Den Endpunkt der Riesending-Höhle hat bisher noch kein Mensch erreicht. Gleich am Einstieg müssen sich die Forscher an die hundert Meter in die finstere Tiefe abseilen. Tagelang klettert die Gruppe dann an unterirdischen Klippen und Wasserfällen entlang, über Seen und durch Canyons.

Der tiefste bisher bekannte Punkt der Höhle liegt rund 1.100 Meter unter dem Einstieg. Das Höhlenteam hat sich unterirdische Biwaks eingerichtet, wie bei einer Expedition auf einen Himalaya-Gipfel. Wer sich mehrere Tagesreisen entfernt von der Oberfläche in der Tiefe den Fuß oder den Arm bricht, den kann keine Bergwacht und kein Hubschrauber retten. Die Höhlenforscher sind auf sich gestellt. Der einzige bekannte Zugang zur Höhle wird geheim gehalten. Nicht einmal ein Dutzend Menschen hat die Wunderwelt bisher betreten.

Film von Petra Höfer, Freddie Röckenhaus, ZDF/2014

21.00/1.30 Uhr Deutschland von unten: Stadt

Die zweite Folge taucht ab in die Elbtunnelröhren von Hamburg, begleitet die Kumpels der letzten Kohlezechen im Ruhrgebiet und folgt dem Wasser in die gigantischen Zisternen in Münchens Untergrund. „Deutschland von unten“ spürt versteckte, von Menschen errichtete Unterwelten auf, manchmal hunderte von Metern tief. Gezeigt werden zum Beispiel die gigantischen Grubensysteme der Zeche Prosper-Haniel im Ruhrpott, wo mit den modernsten Methoden der Welt noch immer das schwarze Gold gefördert wird. Großstädte wie Hamburg, Berlin, München und Köln beeindrucken auch im Untergrund.

Die Welt unter der Erde hat die Menschen schon immer fasziniert und beängstigt zugleich. In den Röhren des alten Elbtunnels von Hamburg weiß man, dass man nur ganz knapp unter dem Flussbett und seinen Wassermassen unterwegs ist. In die letzten Kohlezechen des Ruhrpotts fahren die Kumpels inzwischen über einen Kilometer senkrecht hinab zur Arbeit. Und im Untergrund von München, in den doppelgeschossigen Regenwasser-Zisternen, will man sich die Sturmfluten beim nächsten Wolkenbruch lieber gar nicht vorstellen.

Ohne die Bauwerke unter der Erde könnten unsere Städte keinen Tag lang funktionieren. So sehr sind wir von den Lebens- und Überlebensadern in der Tiefe abhängig, dass wir keine gewohnten Straßenverläufe mehr ändern könnten, ohne Unsummen für den Umbau auch unter der Erde ausgeben zu müssen.

Der Potsdamer Platz war bis zum Zweiten Weltkrieg der größte Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Mit der Teilung Berlins wurden die Gebäude des ganzen Viertels dem Erdboden gleichgemacht. Der Untergrund aber, mit den Bahnhöfen und Tunneln von U- und S-Bahn, mit Abwasser- und Frischwasserkanälen, Gasrohren, Strom- und Telefonleitungen, war durch die Mauer über der Erde kaum zu unterbrechen.

Film von Petra Höfer, Freddie Röckenhaus, ZDF/2014


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