Dokumentation

Montag, 21. August 2017, 22.15 Uhr

Thema: Schmutzige Geschäfte

22.15 Uhr Profit. Auf Kosten aller? - Der gnadenlose Preiskampf der Billigairlines

Inzwischen setzen auch andere Fluggesellschaften auf Spar- und Beschäftigungsmodelle. (Archivfoto); 'Bild: PHOENIX/WDR/Imago' (S3).   Inzwischen setzen auch andere Fluggesellschaften auf Spar- und Beschäftigungsmodelle. (Archivfoto)

Tausende Piloten arbeiten in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Hinter dem kostengünstigen Einsatz dieser Mitarbeiter könnte Steuer- und Sozialversicherungsbetrug durch Firmen und Piloten stecken. Unter anderem im Visier der Fahnder: Ryanair. Die 1985 gegründete irische Fluggesellschaft ist nach Passagierzahlen inzwischen das größte Unternehmen in der europäischen Flugbranche und beförderte im letzten Jahr rund 117 Millionen Kunden. Mehr als Lufthansa, Air France oder British Airways. Mit einem Geschäftsmodell aus wenig Luxus, schnelleren Umlaufzeiten, zusätzlichen Einnahmequellen und kreativen Beschäftigungsmodellen setzt der irische Billigflieger die ganze Flugbranche unter Druck. Doch welche Folgen hat das? Hat es auch Auswirkungen auf die Sicherheit der Passagiere?

Inzwischen setzen auch andere Fluggesellschaften zunehmend auf ähnliche Spar- und Beschäftigungsmodelle. Welche Folgen haben solche Beschäftigungsmodelle? Zahlt die Allgemeinheit in Wahrheit den Preis für die billigen Tickets? Wie reagieren Politik und Behörden?

Film von Georg Wellmann, Jan Schmitt, Thomas Kramer und Frank Konopatzki, WDR/ 2017

23.00 Uhr Die große Geldflut - Wie Reiche immer reicher werden

Mit der Liberalisierung der Finanzmärkte entkoppelten sich Geldgeschäfte und Realwirtschaft. Heute benötigen nicht nur Banken immer neues, billiges Geld, sondern auch Staaten, um ihre Schuldenberge im Griff zu halten. Eine Art Schneeballsystem. Was passiert mit unserem Geld? Droht eine neue Krise? Der Film von Tilman Achtnich und Hanspeter Michel wirft einen neuen, überraschenden Blick auf unser Geld in Zeiten der Nullzinsen.

Seit Jahren betreiben die Notenbanken dieser Welt eine Politik des billigen Geldes, allen voran die EZB. Sie kauft marode Papiere, um Banken zu retten, will das Wirtschaftswachstum ankurbeln, verschuldete Staaten stützen. Was die Staatshaushalte um hunderte Milliarden entlastet, ärgert auf der anderen Seite die Sparer: null Zinsen. Und die neue Geldschöpfung führt weltweit zu einer unkontrollierten, noch nie dagewesenen Geldflut.

Experten warnen bereits vor neuen Blasen. Immer mehr Geld wandert weg von der realen Wirtschaft in den spekulativen Bereich. Im globalen Casino finden hochkomplexe Finanzwetten statt. Zocken ohne jede Kontrolle. Die Profiteure des Spiels stehen von vornherein fest: Die Reichen werden noch reicher, bei uns und weltweit.

Film von Tilman Achtnich und Hanspeter Michel, SWR/2017

23.45 Uhr Unsere Sparkassen - Wer kassiert die Gewinne?

Sie sind überall, jeder kennt sie und es gibt sie bereits seit dem 18. Jahrhundert: die Sparkassen. Regionale Verwurzelung und gutes Image – die Sparkassen verstehen sich gern als „die Guten“ unter den Banken, schließlich sind sie laut Satzung dem Gemeinwohl verpflichtet. Keine schlechte Grundlage für gute Geschäfte: Allein im Jahr 2015 haben die öffentlich-rechtlichen Sparkassen in Norddeutschland rund 650 Millionen Euro verdient, vor Steuern. Doch wohin mit dem Geld? Diese Frage stellt sich jedes Jahr von neuem. Kira Gantner und Nils Naber berichten über den Umgang von Kommunalpolitikern und Vorständen mit den Gewinnen der Sparkassen.

Film von Kira Gantner und Nils Naber, NDR/2017

0.30 Uhr Steuern? - Tricksen wie die Großen!

Der Mittelstand ist zu recht verärgert. Während Großkonzerne wie Starbucks, Google oder Apple trickreich Milliardengewinne in ferne Steuerparadiese verschieben und ihren Steuersatz Richtung Null drücken, trägt der ehrliche Mittelständler bald die ganze deutsche Steuerlast allein. Allerhöchste Zeit, ein Experiment zu wagen: Können es die „Kleinen“ nicht einfach auch so machen wie die „Großen“? Mit ihrer Dokumentation liefern Gesine Enwaldt und Malte Heynen einen tiefen Einblick in die Welt der Steuervermeider.

Nach dem Vorbild der internationalen Konzerne versuchen die Filmemacher , für ihre kleine mittelständische Produktionsfirma ein Steuerschlupfloch zu buddeln. Die Wege der Global Player ins Steuerparadies sind hochkomplex und die Autoren sammeln für ihren Versuch jede Menge Sachverstand und Informationen. Sie treffen ehemalige Steuerfahnder und Finanzexperten. Dabei entwirren sie die dreisten Methoden der Konzerne - und ganz nebenbei lernen sie einiges über die Macht der Finanzlobby. Außerdem finden die Autoren Antworten auf die Frage, warum eigentlich die Politik die Steuerschlupflöcher nicht schließt. Der Selbstversuch zeigt nachvollziehbar, mit welcher Findigkeit sich Großunternehmen ihrer Steuerpflicht entziehen.

Film von Gesine Enwaldt und Malte Heynen, NDR/2017


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