Dokumentation

Freitag, 18. August 2017, 20.15 Uhr

Kielings wilde Welt (1/3 bis 3/3)

20.15/1.30 Uhr Kielings wilde Welt - Teil 1

Äthiopischer Wolf   Äthiopischer Wolf

Der renommierte Tierfilmer Andreas Kieling bricht auf zu einer Welt-Expedition. In drei Folgen reist er zu den schönsten Tierparadiesen der Welt und präsentiert außergewöhnliche und charismatische Vertreter der Fauna. In der ersten Folge stellt er den Walhai vor der australischen Westküste vor, Indiens bengalischen Tiger, Helgolands Kegelrobben, die Felsenpinguine auf den Falklandinseln und Äthiopiens Blutbrustpaviane.

Die Reise in die „wilde Welt“ beginnt an der australischen Westküste. Das Ningaloo Riff ist das längste küstennahe Riff der Erde. Ein perfekter Lebensraum für unzählige Korallenarten und Tropenfische. Unangefochtener Star ist der Walhai, ein friedlicher Gigant. Bis heute wissen die Forscher nicht, wo die Walhaie ihre Jungen aufziehen und auf welchen Wegen sie zu ihren jährlichen Treffpunkten gelangen.

Die nächste Etappe liegt im Südosten Indiens. Im Rathambore Nationalpark hofft Andreas Kieling den seltenen bengalischen Tiger zu finden. Früher jagten die Maharadjas von Jaipur in den artenreichen Wäldern. Romantisches Überbleibsel ist das alte königliche Fort, über 1000 Jahre alt. An seinem Fuß liegt ein See, nicht nur in der Trockenzeit anziehend für Tiger. Und tatsächlich gelingt es Andreas Kieling, ein weibliches Exemplar beim Baden zu filmen.

Auf der Nordseeinsel Helgoland beobachtet Andreas Kegelrobben. Gut 450 Jahre lang war die Robbenart fast vollständig aus dem Wattenmeer verschwunden. Durch Naturschutzmaßnahmen kommen seit knapp 15 Jahren jeden Dezember auf Düne Süd wieder Junge zur Welt.

Von Helgoland geht’s auf die weit entfernten Falklandinseln: Fast am Kap Horn liegt der Archipel von 200 zum Teil winzig kleinen Inseln. Die zerklüfteten Küsten sind ein Vogelparadies und besonders bei Felsenpinguinen beliebt. Der Tierfilmer trifft Klemens Pütz, der seit Jahren Felsenpinguine erforscht. Ihr Bestand nimmt seit Jahren weltweit kontinuierlich ab, nur noch rund 320.000 Paare sind übrig.

Die letzte Etappe führt Andreas in den Simen Nationalpark im Nordwesten Äthiopiens. Die unvergleichliche Bergwelt mit ihren grasbewachsenen Berghängen ist ein Paradies für Spezialisten wie Dscheladas. Die Blutbrustpaviane sind die einzigen Primaten der Welt, die ausschließlich auf dem Boden leben und sich rein vegetarisch ernähren.

Film von Iris Gesang und Andreas Kieling, ZDF/2014

21.00/2.15 Uhr Kielings wilde Welt - Teil 2

In drei Folgen reist der Tierfilmer Andreas Kieling zu den schönsten Tierparadiesen der Welt und präsentiert außergewöhnliche und charismatische Vertreter der Fauna. In der zweiten Folge stellt er die Nashörner, Wasserbüffel, Hirsche und Vögel des indischen Kaziranga Nationalparks vor, den vom Aussterben bedrohten Auerhahn im Schwarzwald, Delfine vor der Westküste Australiens, Steinböcke an einer Staumauer in Italien und Albatrosse auf den Falklandinseln.

Die Reise beginnt im Kaziranga Nationalpark im Norden Indiens. Seit 1985 gehört der Park zum UNESCO Weltkulturerbe. Er ist bekannt für Panzernashörner, Wasserbüffel, Barasingahirsche und eine vielfältige Vogelwelt. Der Park liegt am Ufer des Brahmaputra, der durch seine Überschwemmungen regelmäßig für Düngung der üppigen Vegetation sorgt.

Im Schwarzwald trifft Andreas Kieling den Vogelexperten Prof. Peter Berthold. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach dem vom Aussterben bedrohten Auerhahn. Im Rahmen eines Artenschutzprojektes werden bestimmte Tiere besendert, keine ungefährliche Arbeit, wie sich herausstellt. Andreas macht Bekanntschaft mit einem aggressiven Vogel.

An der Westküste Australiens liegt die Shark Bay. Aber nicht Haie bevölkern das Meer, sondern Delfine. Andreas Kieling ist dort mit der führenden Delfinforscherin Janet Mann unterwegs. Niemand kennt die Großen Tümmler der Shark Bay so gut wie Janet. Sie berichtet über ihre Forschung und führt Andreas viele der einmaligen Verhaltensweisen dieser intelligenten Meeressäuger vor.

Dass Steinböcke zu den Kletterkünstlern der alpinen Steilhänge gehören, ist bekannt. Andreas Kieling hat die Akrobaten allerdings in einer Situation beobachtet, die den Atem stocken lässt: In der fast senkrechten Wand einer Staumauer im italienischen Valle Antrona klettern sie regelmäßig auf der Suche nach speziellen Mineralsalzen und Kräutern. Es sind ausschließlich weibliche Tiere mit ihrem Nachwuchs. Die Böcke wagen sich nicht in die Wand, sie sind zu schwer und können sich auch mit ihren Hörnern nicht nah genug an die Wand drücken.

Die letzte Reise führt Andreas erneut tief in den Süden des atlantischen Ozeans, zu den sturmumtosten Gras- und Moorlandschaften der Falklandinseln. Wo nur 3100 menschliche Bewohner leben, fühlen sich Millionen Vögel ausgesprochen wohl. Herrscher der Lüfte sind die äußerst fotogenen Schwarzbrauenalbatrosse. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2.5 Meter können sie endlos am Himmel gleiten. Schwierigkeiten haben die großen Vögel allerdings bei ihren Starts und Landungen. Zusammen mit dem Vogelexperten Klemens Pütz begibt sich Andreas Kieling zu den riesigen Brutkolonien.

Film von Iris Gesang und Andreas Kieling, ZDF/2014

21.45/3.00 Uhr Kielings wilde Welt - Teil 3

In der dritten Folge besucht Tierfilmer Andreas Kieling die äußerst seltenen Äthiopischen Wölfe, Wisente im Rothaargebirge, Bartgeier in den Alpen sowie Königspinguine und Seeelefanten in Südgeorgien. International operierende Wissenschaftler lassen Andreas Kieling an ihren Projekten teilhaben und ermöglichen ihm einen exklusiven Zugang zu bestimmten Orten und Arten.

In Afrika will Andreas Kieling die äußerst seltenen Äthiopischen Wölfe filmen. Nur 400 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Addis Abeda erstreckt sich die größte zusammenhängende alpine Landschaft des ganzen afrikanischen Kontinents – die Balé Berge. Fast so groß wie das Saarland gilt dieser Nationalpark als Hotspot für seltene Tierarten. Hier leben nur noch rund 500 Exemplare der Äthiopischen Wölfe.

Mitten in Deutschland, im Rothaargebirge, lebt seit kurzem eine wilde Herde Wisente. Andreas Kieling ist dort mit Jörg Tillmann unterwegs. Der Biologe hat über zehn Jahre alles daran gesetzt, eine achtköpfige Herde in die Freiheit zu entlassen. Die Tiere stammen – wie alle weltweit lebenden 4500 Wisente - aus einer Erhaltungszucht und sind deshalb an Menschen gewöhnt. Bevor die Kolosse in die freie Wildbahn dürfen, müssen sie noch eine wichtige Prüfung bestehen. Beim Scheuversuch wird getestet, ob die schwergewichtigen Pflanzenfresser sich wie Wildtiere verhalten und „ordnungsgemäß“ vor dem Menschen flüchten.

Das nächste Ziel sind die Alpen, Lebensraum des Bartgeiers. Der virtuose Flieger erreicht eine Spannweite von knapp drei Metern und wiegt bis zu sieben Kilogramm. Früher lebte der imposante Vogel überall in den Alpen, bis er Anfang des 20. Jahrhunderts durch hohen Jagddruck ausgerottet wurde. Seit 1986 wurden Bartgeier in den Alpenländern wiederangesiedelt.

Die letzte Etappe von „Kielings wilde Welt“ ist Südgeorgien, eine außergewöhnliche Inselwelt nur knapp 3700 Kilometer von Südpol entfernt. Dort gelingen Andreas Kieling einmalige Aufnahmen einer riesigen Kolonie von Königspinguinen und von mächtigen kämpfenden Seeelefanten.

Film von Iris Gesang und Andreas Kieling, ZDF/2014


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