Dokumentation

Donnerstag, 03. August 2017, 22.15 Uhr

Thema: Die Romanows

22.15/4.15 Uhr Königliche Dynastien: Die Romanows

Puschkins Frau Natalja wird von dem franzuösischen Adeligen d’Anthès umschwärmt.; Bild: PHOENIX/WDR/Saxonia Entertainment' (S2)   Puschkins Frau Natalja wird von dem franzuösischen Adeligen d’Anthès umschwärmt.

Drei Jahrhunderte herrschten die Romanows in Russland. Mit Heiratspolitik, Waffengewalt und diktatorischer Härte manifestierten sie ihre Macht. Peter der Große modernisierte das Land und machte es zur europäischen Großmacht. Mit Katharina der Großen eroberte eine Deutsche den Zarenthron. Unter Nikolaus II. ging das Zarenreich unter. Heute leben rund 60 Angehörige der Zarenfamilie über die ganze Welt verstreut. Keine andere Familie hat Russland so geprägt wie die Romanows.

Mythen und Legenden ranken sich um das Herrschergeschlecht. Große Namen sind mit ihm verbunden – verehrt und gefürchtet gleichermaßen. Erzählerisch gespannt wird der Bogen von der Blütezeit der Herrscherfamilie bis zum Vermächtnis der Romanows. Anhand ausgewählter Biografien reflektiert der Film mit Hilfe aufwändiger szenischer Rekonstruktionen und Computeranimationen die Geschichte des zaristischen Russlands und beschäftigt sich mit der Frage, wie die 300-jährige Herrschaft der Romanows das Land bis heute prägt. Auf spannende und unterhaltsame Weise wird dabei auch der Ursprung der heutigen Machtverhältnisse ergründet. Denn das Erbe der Zaren ist im heutigen Russland noch deutlich spürbar. Auch der aktuelle Kreml-Herrscher bedient sich mancher Symbole und Visionen vergangener Zarenherrlichkeit.

Film von Sebastian Dehnhardt und Julia Melchior, ZDF/2014

23.00 Uhr Skandal Royal: Die Romanows - Mythos Zarenmord

1918 exekutieren die Bolschewiki die Romanows, die Familie des letzten russischen Zaren. Die russische Regierung behauptet zwar, alle Mitglieder seien dabei ums Leben gekommen, doch gravierende Fragen zu den genauen Todesumständen bleiben unbeantwortet. Gelingt es einem Team aus forensischen Anthropologen und DNA-Experten, ein für alle Mal zu klären, was wirklich mit den Romanows geschah?

Film von Jennifer Silverman, ZDFinfo/2011

23.45 Uhr Russland, mein Schicksal Sankt Petersburg

Sankt Petersburg - die Stadt, die mehrfach ihren Namen geändert hat und die in immer neuen Facetten von der Suche der Russen nach ihrer Identität zwischen Ost und West erzählt. Als Russlands „Fenster zum Westen“ wurde sie 1703 von Zar Peter dem Großen im Sumpfland der Ostseeküste aus dem Nichts gegründet. Sankt Petersburg ist auch der Ort, an dem die Russische Revolution 1917 ihren Anfang nahm.

Dass die Stadt mit ihren prachtvollen Palästen, goldenen Kuppeln und breiten Boulevards bis heute ein einzigartiges architektonisches Denkmal ist, hat viel mit einem Mann aus dem Tessin zu tun: Der Architekt Domenico Trezzini schuf den Masterplan für die neue Metropole, legte den Grundstein für das Straßen- und Kanalnetz, lieferte die Pläne für Garten und Paläste, für Brücken und Parkanlagen. Doch Sankt Petersburg ist auf Knochen gebaut: Zehntausende Arbeiter verloren bei den Bauarbeiten ihr Leben, durch Unfälle oder Krankheiten.

Und auch Domenico Trezzini wurde nicht der Ruhm zuteil, den er verdient hätte. Während er rasch in Vergessenheit geriet, entwickelte sich „seine“ Stadt innerhalb weniger Jahrzehnte zum Zentrum der russischen Kunst und Wissenschaft.

Einhundert Jahre später machte dort der junge Dichter Alexander Puschkin von sich reden. Revolutionär war schon, dass er auf Russisch schrieb, was bis dahin weder die Sprache des Adels noch der Literaten gewesen war. Doch das Enfant terrible Sankt Petersburgs lehnte sich in den literarischen Salons auch mit gewagten Gedichten gegen den Zaren auf – und wurde in die Verbannung geschickt.

Sankt Petersburg ist auch der Ort, an dem die Russische Revolution 1917 ihren Anfang nahm. Als Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, hier mit Duldung der deutschen Behörden und heimlich unterstützt mit deutschem Geld die Chance zum kommunistischen Umsturz ergriff, hieß die Stadt Petrograd, 1924 wurde sie in Leningrad umbenannt. Doch was der Aufbruch zu einer besseren Welt sein sollte, mündete in eine blutige Terrorherrschaft.

Film von Jan N. Lorenzen und Carsten Günther, WDR/2013

0.30 Uhr Deutsche Spuren in Russland - Von Zaren, Siedlern und Soldaten

Unzählige Deutsche haben das riesige Imperium zwischen Sibirien und dem Polarmeer mitgeprägt. Abenteurer, Glücksritter, Händler und Forscher haben Russland schon immer bereist. Und vor ziemlich genau 250 Jahren kam es förmlich zu einer deutsch-russischen Völkerwanderung. Auslöser war eine adelige Dame namens Sophie von Anhalt-Zerbst – bekannt als „Katharina die Große“.

Eine Deutsche, die es bis auf den russischen Zarenthron schaffte - und bis heute die Fantasie von Historikern und Hollywood-Regisseuren beflügelt. Gemeinsam mit ihrer deutschen Nachfahrin Julia Katharina von Anhalt geht die Dokumentation auf Spurensuche im winterlichen St. Petersburg. Und Heino Ferch erzählt von anderen Deutschen, die über Jahrhunderte hinweg Anteil an der Geschichte Russlands hatten.

Für viele Deutsche hatte die große Katharina 1673 ein verlockendes Angebot parat: „Kommt nach Russland und beackert die riesigen brach liegenden Gebiete meines Reichs – und schützt mich vor dem Angriff fremder Mächte.“ Mit einem so genannten „Manifest“ rief sie die deutschen Bauern auf, ihr nach Russland zu folgen.

Film von Bernd Reufels und Klaus Kastenholz, ZDF/2015


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