Dokumentation

Donnerstag, 11. Mai 2017, 21.00 Uhr

A 40 – Eine Autobahn trennt arm und reich

Die A40 ist der „Sozialäquator“ des Ruhrgebietes - sie trennt den ärmeren Norden vom reicheren Süden.; Bild: PHOENIX/WDR' (S2)   Die A40 ist der „Sozialäquator“ des Ruhrgebietes - sie trennt den ärmeren Norden vom reicheren Süden.

Quer durch das Ruhrgebiet führt die A40. Auf den ersten Blick bloß eine Autobahn, beim Blick auf die Bevölkerungsdaten jedoch eine Trennlinie: Nördlich dieser Strecke leben die meisten Hartz IV-Empfänger und die meisten Migranten, viele von ihnen nicht freiwillig. Aber hier sind die Mieten billiger – im reicheren Süden sind sie unerschwinglich. Es gibt wohl kaum eine Metropolregion in Europa, die von einer solchen Kluft durchzogen ist wie das Ruhrgebiet um die A40.

„Im Essener Süden zu leben ist schön“, sagt eine Abiturientin. „Aber es ist auch wie unter einer Käseglocke. Tennisclub, Reitunterricht und nach dem Abi erst mal ein Jahr ins Ausland – das ist hier normal.“ Tatsächlich ist das Abitur hier die Regel. An Grundschulen im Essener Süden wechseln 85 Prozent der Schüler aufs Gymnasium. Im Norden sind es an einigen Grundschulen gerade mal 15 Prozent.

„Wer unter solchen Bedingungen lebt, der resigniert“, sagt Prof. Klaus Peter Strohmeier, der auch die Landesregierung in Sachen Sozialpolitik berät. Für ihn ist der „Sozialäquator A40“ längst eine feste Größe: „Früher war sozialer Aufstieg ein Versprechen an alle, heute gibt es dieses Versprechen nicht mehr.“

Film von Marco Rössler, WDR/2016


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