Dokumentation

Dienstag, 09. Mai 2017, 21.00 Uhr

Verbotene Filme – Das Erbe des Nazi-Kinos

Oskar Roehler; Bild: PHOENIX/rbb/Blueprint Film' (S2)   Oskar Roehler

Weit über tausend Spielfilme wurden in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus gedreht. Über 40 NS-Filme sind bis heute nur unter Auflagen zugänglich. Was macht sie heute noch gefährlich? Die Dokumentation stellt die „Nazifilme aus dem Giftschrank“ vor und macht sich auf die Suche nach ihrem Mythos, ihrem Publikum und ihrer Wirkung heute - in Deutschland und im Ausland. Eine Reise zur dunklen Seite des Kinos.

Volksverhetzend, kriegsverherrlichend, antisemitisch und rassistisch - so lauten die Begründungen, warum die Filme für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich sind. Urheberrecht und Jugendschutz sind dabei die juristischen Hebel, denn das deutsche Grundgesetz erlaubt keine Zensur. Der Umgang mit den „Werken“ ist umstritten: Bewahren oder entsorgen, freigeben oder verbieten?

Über die Brisanz der Propagandafilme des Dritten Reichs und einen möglichen angemessenen Umgang damit, reflektieren unter anderem Oskar Roehler, Moshe Zimmermann, Rainer Rother, Margarethe von Trotta, Jörg Jannings, Sonja M. Schultz, Götz Aly sowie Aussteiger aus der Nazi-Szene und Überlebende der Shoah.

Film von Felix Moeller, RBB/2015


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