Dokumentationen Gefährdete Demokratie?

Freitag, 07. April 2017, 07.00 Uhr

Dresden - eine Stadt im Zwielicht

"Sie wissen nicht, was sie anrichten", sagt Richard Fordham, ein weißer Südafrikaner, der in Dresden ein Steakhaus betreibt. Er schüttelt nur noch den Kopf. "Jeden Montag Ausnahmezustand, dann ist das Stadtzentrum tot". Ein Minus von 100.000 Euro hat ihm Pegida im letzten Jahr eingebracht, weil die Gäste ausblieben. Zwei Angestellte musste er entlassen. Auf Lutz Bachmann angesprochen reagiert er ironisch: "Warum hat der was gegen Flüchtlinge? Er war doch selbst einer." Geflohen, nach Südafrika, nachdem der verurteilte Einbrecher eine Gefängnisstrafe antreten sollte.

"Was ist in Dresden los? Ist Dresden sicher für Ausländer?" Fragen, die der Rektor der Technischen Universität immer wieder hört, außerhalb Deutschlands, aber auch hier, wenn sich Interessenten über den Wissenschaftsstandort informieren wollen. Hans Müller-Steinhagen wirkt nachdenklich. Seit 25 Jahre führt der Weg der TU steil nach oben. Er hat sie zur einzigen Exzellenz-Uni im Osten gemacht, muss nun aber spüren, wie ihr Ruf Schaden nimmt. Es spricht sich in der Welt schon herum, dass ausländische Studenten und Wissenschaftler seiner Universität fremdenfeindlichen Attacken ausgesetzt sind. Weil er für Toleranz und Weltoffenheit eintritt, ist er selbst betroffen und wird bedroht.


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