Dokumentation

Dienstag, 04. April 2017, 21.00 Uhr

Europas Urwälder (3/5 & 4/5)

20.15/0.45 Uhr Europas Urwälder 3/5: Bialowieza - Heimat der Wisente

Barbara Bańka ist Försterin in Białowieza. ; 'Bild: PHOENIX/ZDF/ARTE/MedienKontor/Gernot Stadler' (S2)   Barbara Bańka ist Försterin in Białowieza.

Der letzte Tiefland-Urwald Europas befindet sich im Nationalpark Bialowieza, südöstlich der Masuren, an der polnischen Grenze zu Weißrussland. Der 1.500 Quadratkilometer große Wald ist auch Heimat des Wisents, einer urzeitlichen Rinderart. Mehrere Hundert der fast ausgestorbenen „Könige des Urwalds“ leben hier in freier Wildbahn.

Das ausgedehnte Waldgebiet mit seinen jahrhundertealten Baumriesen lässt erahnen, wie Europa vor Tausenden von Jahren ausgesehen hat, als der Großteil des Kontinents von Mischwäldern bedeckt war.

In den 20er Jahren waren die Wisente bis auf wenige Exemplare, die sich in verschiedenen europäischen Zoos befanden, fast ausgestorben. Doch seit der gezielten Auswilderung in den 50er Jahren ist die Population in Bialowieza wieder auf stattliche 450 Tiere angewachsen. Mit viel Glück kann man die mächtigen Tiere in der Morgendämmerung auf Lichtungen beobachten, wenn sie sich zum Grasen aus dem Schutz des Waldes wagen.

Im Nationalpark Bialowieza befindet sich auch eine Wisentzuchtstation. Hier kümmert sich Jerzy Dackiewicz um die Aufzucht der mächtigen Tiere. Die junge Försterin Barbara Banka führt die Zuschauer in Naturschutzgebiete, die noch nie von Menschenhand berührt worden sind.

Film von Gernot Stadler, ZDF/Arte/2010

21.00/1.30 Uhr Europas Urwälder 4/5: Wilde Karpaten

Entlang der rumänischen Karpaten erstreckt sich der größte Buchenurwald Europas. Hier gibt es Bäume, die bis zu 45 Meter hoch in den Himmel ragen und geschätzte 400 Jahre alt sind. Seine abgeschiedene Lage an unzugänglichen Berghängen hat den Urwald in Rumänien bis heute überleben lassen. Denn an leichter zugänglichen Stellen werden auch alte Bäume gerodet und als Bau- und Brennholz verkauft.

Auf seiner Inspektionstour im Semenic-Nationalpark trifft Mihai Zotta von der nationalen Waldbehörde auf Forstarbeiter und Ranger sowie auf einen Wasserschleuser, der mit seiner Frau seit 15 Jahren im Urwald lebt und für die Wasserzufuhr ins Tal zuständig ist. Das Paar lebt ohne Strom inmitten der Natur der Karpaten - in unmittelbarer Nähe von Bären, Wölfen und anderen wilden Tieren.

In den unberührten Urwäldern der Karpaten finden große und kleine Tiere genügend Futter. Und weil alte umgestürzte Bäume einfach liegen bleiben, bieten sie ausreichend Schutz. Kleinstlebewesen und Pilze zersetzen das Holz zu Humus. Der perfekte natürliche Kreislauf funktioniert im Urwald der Karpaten seit Jahrhunderten.

Dem Spurenleser Hermann Kurmes gelingt eine Beobachtung der besonderen Art: In nur 200 Meter Entfernung spielen Jungbären in der Morgensonne - selbst für den erfahrenen Tierbeobachter ein nicht ganz ungefährliches Erlebnis.

Film von Mirella Pappalardo, ZDF/Arte/2010

5. Teil „La Gomeras Nebelwald“  am Dienstag, 5. April, 20.15 Uhr


Mehr zum Thema


LOGIN





Zurück: Mai 2017 Sendeplan für Juni 2017 Weiter: Juli 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01 02 03 04
05 06 07 08 09 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30
Bild des RSS-Logos und Hintergrundmuser; phoenix

RSS-Feeds

Bleiben Sie mit den RSS-Feeds der phoenix-Presselounge immer auf dem neuesten Stand.

© 2015 phoenix phoenix ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.