Dokumentation

Montag, 03. April 2017, 20.15 Uhr

Europas Urwälder (1/5 & 2/5)

20.15/0.45 Uhr Europas Urwälder 1/5: Unberührtes Lappland

Karl Friedrich Sinner, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. ; Bild: PHOENIX/ZDF/ARTE/MedienKontor/Ute Gebhardt' (S2)   Karl Friedrich Sinner, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald.

Es gibt sie noch, die letzten grünen Paradiese Europas - ursprüngliche Wälder, die noch nicht von Menschen verändert wurden. Die fünfteilige Reihe widmet sich Europas Urwäldern mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna, ihren Mythen und ihrer märchenhaften Schönheit. Der erste Teil führt hoch in den Norden. Am Polarkreis, im schwedischen Teil Lapplands, befindet sich der Muddus Nationalpark, Heimat von Rentieren, Elchen, Braunbären, zahlreichen seltenen Vögeln und der ältesten Kiefer Schwedens. Den größten Teil des Muddus haben Menschen noch nie betreten. Hier ist ein besonderes Naturschauspiel zu beobachten: Im Herbst erstrahlen Bäume und Moose in Goldgelb und Tiefrot – „Indian Summer“ am Polarkreis.

Gott, so die landläufige Meinung der Menschen am Polarkreis, habe den Wald im Muddus Nationalpark in Schweden nach der Schöpfung einfach vergessen. In dem Urwald, der zur Hälfte voller Bäume steht und zur Hälfte von Sümpfen und Seen gebildet wird, steht die älteste Kiefer Schwedens.

Im größten Teil des Muddus hat noch kein Mensch je seinen Fußabdruck hinterlassen. So soll es auch bleiben, wenn es nach den Wünschen der Samen geht, der Ureinwohner der Region. Sie leben von der unberührten Natur. Ihre Rentiere haben den Muddus schon immer als Weidegrund genutzt. Seit einem halben Jahrhundert folgt auch der Züchter Lars Eriksson seinen frei umherziehenden Rentieren. Er liebt den Urwald und wettert gegen die bedrohlich näher kommenden Holzfäller.

Auch die Parkrangerin Eva Oskarsson verteidigt die unberührte Natur. Sie hält Wilderer auf Distanz, die hier Elche jagen wollen. Es gibt keine Straßen im Nationalpark Muddus. Nur im südlichen Teil existiert ein Pfad, der von Touristen benutzt werden darf. Weil nur sehr wenige Besucher die Natur stören, leben im Muddus noch Braunbären, seltene Vögel und Wölfe.

Film von Ralf Kaiser, ZDF/Arte/2010

21.00/1.30 Uhr Europas Urwälder 2/5: Bayerns neue Wildnis

„Ja, das ist ein Urwald, ein neuer Urwald, zu dessen Geschichte eben auch 150 Jahre menschlicher Nutzung gehören“, sagt Nationalparkleiter Karl Friedrich Sinner. Die Wildnis ist zurückgekehrt in den Bayerischen Wald. Seit mehr als 40 Jahren wird die Natur hier wieder sich selbst überlassen. Der Mensch greift selbst in extremen Situationen nicht ein, auch dann nicht, als beispielsweise vor 15 Jahren Hunderte Hektar Fichtenwald unter dem Massenangriff des Borkenkäfers starben. Heute ist ein neuer Wald sichtbar: Aus der einstigen Monokultur entstand ein einzigartiger Mischwald, vielfältig, bunt und artenreich.

Die Wälder sind auch Lebensraum zahlreicher Käfer. Ihre Welt erforscht der 83jährige Fridolin Apfelbacher. Sein bevorzugter Platz in Bayerns neuer Wildnis ist die mystische Steinklamm am Rand des Nationalparks. Dass die Natur im Bayerischen Wald wieder die Herrschaft übernommen hat, schafft den Tieren nicht nur Freunde: So wird die auf inzwischen 10.000 Exemplare gewachsene Biberpopulation von Fischern, Land- und Forstwirten gehasst. Bayerns Bibermanager Gerhard Schwab versucht, zu besänftigen. Seit drei Jahren gibt es im Nationalpark auch ein Luchsprojekt. Dabei stellt Horst Burghart Europas einziger Großkatze mit Fotofallen, GPS-Halsbändern und Direktpeilungen nach. Er weiß inzwischen viel über die wilden Luchse zu erzählen.

Film von Ute Gebhardt, ZDF/Arte/2010

3. Teil „Bialowieza - Heimat der Wisente“  und 4. Teil „Wilde Karpaten“ am Dienstag, 4. April, 20.15 und 21.00 Uhr


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