Dokumentation

Donnerstag, 23. März 2017, 20.15 Uhr

Der Südwesten von oben

20.15/0.45 Uhr Der Südwesten von oben: Wie wir wohlhabend und eins wurden

Lena Ganschow mit einem Original-Fußball der Weltmeisterschaft 1954, der aber als Ersatzball nicht zum Einsatz kam.; Bild: PHOENIX/SWR/Roland Breitschuh' (S2)   Lena Ganschow mit einem Original-Fußball der Weltmeisterschaft 1954, der aber als Ersatzball nicht zum Einsatz kam.

Nach dem Zweiten Weltkrieg steht der Südwesten vor einer ungewissen Zukunft. Die Wirtschaft liegt am Boden, tausende Flüchtlinge und Vertriebene müssen aufgenommen und integriert werden. Doch schneller als gedacht geht es wirtschaftlich wieder aufwärts. Einheimische, Neubürger und „Gastarbeiter“ werden zum Motor des Wirtschaftswunders, das dem Südwesten Wohlstand und politische Stabilität beschert. Menschen aus aller Welt finden in den neuen Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Saarland ein Zuhause und machen den Südwesten zu einer bunten und lebenswerten Region.

Franz Bachert ist 16, als er nach dem Krieg als Flüchtling aus der Batschka in Serbien nach Stuttgart kommt. Anders als viele Erwachsene, die der alten Heimat nachtrauern, findet er sich bald zurecht. Bachert ist leidenschaftlicher Fußballspieler. Das erleichtert die Integration nach dem Krieg. Fevzi Cetin kommt 1966 als „Gastarbeiter“ aus der Türkei nach Stuttgart. Heute fährt er höchstens im Urlaub noch in seine ehemalige Heimat. Mittlerweile fühlt er sich als Deutscher.

Film von Werner Biermann, SWR/2015

21.00/1.30 Uhr Der Südwesten von oben: Das Saarland

Seinen historischen Aufstieg erlebte das heutige Saarland nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1871. Bergwerke und Stahlhütten zogen immer mehr Menschen an die Saar. Die Bodenschätze machten das Land aber auch zu einer begehrten Beute. Noch weit bis in die 1950er Jahre hinein war die junge Bundesrepublik für die Saarländer Ausland; ihre Währung war der alte Franc.

Erst 1956 wurde die saarländische Staatszugehörigkeit abgeschafft und im Januar 1957 erfolgte der Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland. So gesehen fand die „erste deutsche Einheit“ im Westen statt. Die Film-Reise durch das kleinste der deutschen Flächenbundesländer führt diese Brüche und historischen Spuren vor Augen.

Am Hunsrück bei Nonnweiler ist der Hunnenring nur aus der Luft in seinen Dimensionen zu erkennen. Nicht nur die Kelten haben ihre Spuren im Saarland hinterlassen. Weltweit gibt es keine zweite so vollständig rekonstruierte Römervilla wie die Römervilla Borg bei Perl. Der Film überrascht mit Helikopter-Aufnahmen, die selbst viele Saarländer so noch nicht gesehen haben, etwa von der stillgelegten Völklinger Hütte, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, oder der noch in Betrieb befindlichen Dillinger Hütte. Aus der Luft zeigt sich die Symbolhaftigkeit, die Eisen und Stahl für die saarländische Industriegeschichte besitzen, am eindrucksvollsten. Von der einstigen Bedeutung des Kohlebergbaus erzählen künstliche Berge, geformt aus Abraum, insgesamt zweiundvierzig an der Zahl. Seit 40 Jahren steckt das Saarland im Strukturwandel; auch die zunehmende Nutzung von Sonnen- und Windenergie zeigt sich aus der Luft. Beeindruckend von oben, wenn auch gering von Bedeutung: die Nutzung von Wasserkraft, etwa in Rehlingen.

Film von Julia Zantl und Peter Bardehle, SWR/2015


Mehr zum Thema


LOGIN





Zurück: April 2017 Sendeplan für Mai 2017 Weiter: Juni 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01 02 03 04 05 06 07
08 09 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31
Bild des RSS-Logos und Hintergrundmuser; phoenix

RSS-Feeds

Bleiben Sie mit den RSS-Feeds der phoenix-Presselounge immer auf dem neuesten Stand.

© 2015 phoenix phoenix ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.