Dokumentation

Dienstag, 14. März 2017, 20.15 Uhr

Erich Honecker – Der Weg zur Macht

Der Schauspieler Thomas Reisinger in seiner Rolle als Erich Honecker bei Dreharbeiten zur Geschichts-Reportage 'Erich Honecker' der Sendereihe 'Geschichte Mitteldeutschlands' am 09.05.2012 in Groß Dölln.   Der Schauspieler Thomas Reisinger in seiner Rolle als Erich Honecker bei Dreharbeiten zur Geschichts-Reportage "Erich Honecker" der Sendereihe "Geschichte Mitteldeutschlands" am 09.05.2012 in Groß Dölln.

April 1971. Ein ganz normaler Frühlingstag. Die Menschen in der DDR gehen ihren alltäglichen Beschäftigungen nach. Nichts deutet darauf hin, dass dies einer der bedeutendsten Tage in der Geschichte der DDR werden würde, als sich am frühen Morgen Erich Honecker mit seinem Begleitschutz auf den Weg zu Walter Ulbrichts Ferienhaus am Döllnsee macht. Doch der zweitmächtigste Mann der DDR plant Ungeheuerliches: Er will Walter Ulbricht absetzen und sich selbst an die Spitze von Partei und Staat stellen. Der Film zeichnet die Ereignisse jenes Tages detailliert nach und erzählt in Rückblenden die wechselvolle Geschichte der beiden wichtigsten Männer der DDR.

Wie konnte es dazu kommen, dass ausgerechnet Erich Honecker, das Ziehkind Ulbrichts, diesen aus dem Amt drängen wollte? Honecker, der seinen Aufstieg ausschließlich Walter Ulbricht zu verdanken hatte?

Der Film beleuchtet, eingebettet in die dramatischen 24 Stunden jenes Apriltages 1971, eine der spannendsten Zeiträume der DDR-Geschichte. Es ist die Zeit des Aufstiegs Honeckers vom hoffnungsvollen FDJ-Chef zu dem Mann, der an entscheidender Stelle in die Operation „Mauerbau“ involviert war und damit Weltgeschichte geschrieben hat - bis hin zur vollständigen Übernahme der Macht im Frühjahr 1971. Ein Aufstieg, den damals wohl kaum einer für möglich gehalten hätte. Immer wieder gab es Rückschläge für den Mann mit der abgebrochenen Dachdeckerlehre. Mal kosten ihn seine Frauengeschichten fast die Karriere, mal sind es politische Misserfolge oder Intrigen seiner Gegner. Doch Honecker geht unbeirrbar seinen Weg - und er ist gewieft: Mal ist er offiziell auf Ulbrichts Seite, mal hinter den Kulissen auf der seiner Gegner. Damit treibt er ein gefährliches Spiel - das ihn nicht nur einmal gefährlich nah an den Abgrund bringt.

Film von Christian Schulz, MDR/2012


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