Dokumentation

Mittwoch, 22. Juli 2015, 22.15 Uhr

Mein Neukölln - Wo gehste hin? Wo kommste her?

Familie Ettlich im Jahr 1952.; © PHOENIX/rbb/privat, honorarfrei   Familie Ettlich im Jahr 1952.

Die einst graue Weserstraße ist die derzeit angesagte Feiermeile Berlins. Das Stadtmagazin „Tipp“ verglich den Wandel Neuköllns mit den 80er Jahren in New Yorks Lower Eastside, und auch die „New York Times“ schwärmte schon von einer kreativen Welle in Neukölln – im so genannten Reuterkiez. Genau hier im hippen Viertel von Berlin, Reuterstraße Ecke Pflügerstraße, kam der Filmemacher Wolfgang Ettlich 1947 zur Welt. In seiner spannenden Reportage zeigt er das Lebensgefühl der „alten“ und der „neuen“ Neuköllner in dem einst klassischen Arbeiterviertel. Er stellt seine persönlichen Erinnerungen an „sein“ Neukölln dem heutigen Viertel gegenüber – Ettlich zog 1968 nach München und kehrte für den Film zurück in seine alte Heimat. Es ist eine Spurensuche an dem Ort seiner Kindheit, eine Begegnung mit spannenden Menschen und eine Entdeckungsreise.

Was mittlerweile weit über die Grenzen Berlins bekannt ist: Neukölln ist in letzter Zeit unglaublich in Bewegung geraten. In dem ehemals harten, trostlosen Stadtbezirk, in dem man zum Teil nachts nicht auf die Straße gehen konnte, hat sich eine „Hipster Karawane“ breit gemacht. Künstler, Studenten, Szene Typen, denen Kreuzberg, der Prenzlauer Berg zu teuer geworden ist. In ihrem Schlepptau kamen leider die Immobilienhaie, die den nördlichen Teil Neuköllns „Kreuzkölln“ getauft haben, als quasi vertrauensbildende Maßnahme. Höchste Zeit für den Filmemacher, seine alte Heimat zu besuchen und das Damals und das Heute zu vergleichen.

Film von Wolfgang Ettlich, RBB/2015

Hintergrund:

Mit den filmischen Beobachtungen junger Menschen begann Ettlich einst seine Filmkarriere. Er hatte 1968 seine Karriere als „Postjungbote“ in Berlin aufgegeben, war nach München-Schwabing gezogen und hatte dort mit WG-Genossen eine Berliner Kneipe aufgemacht, die Kleinkunstbühne „Heppel & Ettlich“, in der auch viele Filmleute verkehrten. Gleich sein erster Film brachte Wolfgang Ettlich nach Berlin zurück – zur Berlinale.


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