Erstausstrahlung (Über)Leben im Kibbuz Ma'abarot

Samstag, 09. Mai 2015, 22.30 Uhr

Erhobenen Hauptes

Sie gehören zur letzten Generation, die noch selbst mit den Verfolgten des Nationalsozialismus sprechen können: Eine Gruppe junger Filmemacher, überwiegend bestehend aus Studierenden der Universität Frankfurt, hat sich auf den Weg nach Israel gemacht, um die bewegenden Lebensgeschichten der letzten Überlebenden der Nazi-Verbrechen für die Nachwelt zu dokumentieren. Ihr Film wurde im Langfilmwettbewerb des LICHTER-Filmfests International 2014 ausgezeichnet.

Im Mittelpunkt stehen fünf betagte Männer und Frauen, deren Lebensfreude und Humor den Zuschauer in ihren Bann ziehen. Sie gehören zur Aufbaugeneration der Kibbuzbewegung, eine Erfahrung, die sie tief geprägt hat. Ihre Biographien eröffnen ganz unterschiedliche Perspektiven – je nachdem, ob sie vor, während oder erst nach der Nazi-Herrschaft Zuflucht im Kibbuz fanden. Es geht um Verfolgung, Todesangst und Flucht aus Nazi-Deutschland, aber auch um die harten Anfangsjahre im Kibbuz, die Zeit ihrer Jugend.

Die Autoren interessieren sich für ihre Protagonisten nicht nur als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung, sondern als starke Persönlichkeiten, die sich mit großen Hoffnungen und Ideen für ein Leben im Kibbuz entschieden haben. Im Gepäck den Traum von Israel als Heimat und Schutzraum für verfolgte Juden. Bis heute haben sie diese Ideale und Lebensformen bewahrt. Täglich arbeiten sie in der Gemeinschaft mit einer Herzenswärme, die ansteckend ist. Ma'abarot im Norden Israels, gegründet 1932, ist ein Ort, an dem sich die Geschichte Europas, des Nahen Ostens und der Diaspora spiegelt.

Film von Jaška Klocke, Jonas Meurer, Adrian Oeser, Katharina Rhein, Claudia Sebestyen und Julian Volz - Projektgruppe Docview, ZDF 2014


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